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"Schlimmer als Achterbahnfahren“ ( LVZ 19. 10.2013 U. Wolf)

Erkenntnisse am Verkehrssicherheitstag des BSZ Leipziger Land

Das war echt hart. Ich wusste erst nicht, wie ich da wieder rauskommen sollte. Schlimmer als Achterbahnfahren“, sagte Oliver Heese etwas überrascht,als er wieder Boden unter den Füßen hatte. Er ist im dritten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Maler- und Lackierer am Beruflichen Schulzentrum Böhlen (BSZ). Für die Berufsschüler gab es am Donnerstag die Möglichkeit, sich in Sachen Fahrsicherheitfit zu machen.Oliver Heese saß für kurze Zeit in einem Überschlagsimulator,kurzum,ein Auto samt Insassen wurde aufs Dachmgedreht, ein Unfallnachgestellt. Carmen Klenner und Manfred Obst von der Kreisverkehrswacht Chemnitzer Land erklärten, was in solch einer Situation vorgeht, wenn Selbstrettung möglich ist. „Ist das Auto verkehrtherum,kann der Sicherheitsgurt zum Verhängnis werden“, erklärt Obst. Andere Kräfte wirken, hinzu komme die Panik nach solch einem Unfall, so Obst. Schritt fürSchritt wurde den Berufsschülern ein Selbsthilfeprogramm erklärt, denn lange hält man es nicht kopfüber aus. „Wenn man so etwas übt, ist man in einer Unfallsituation sicherer“, bestätigt Carmen Klenner. Üben, Tipps sammeln und ins Gespräch kommen: An insgesamt zehnStationen auf dem Schulgelände ging es um Verkehrssicherheit, einmal im Jahrwird der Infotag von der Schulleitung organisiert. „Wir wollen, dass alle Schüler sicher hier ankommen“, sagte Schulleiter Jörg Großkopf. Viele Auszubildende kommen mit dem eigenen Auto. Die Fahrstecken von zu Hause bis zum Schulzentrum sind für viele kein Katzensprung. „Meine Schüler kommen auch von Delitzsch, Colditz oder Torgau und haben bis zu einer Stunde Fahrzeit“, erklärt Lehrer Roland Gerhardt. Mehr als 100 Kilometer muss Metallbau-Azubi Tony Müller jeden Tag fahren. Er ist im vierten Lehrjahr und lebt in Wermsdorf,seit zwei Jahren fährt er mit dem eigenen Auto. „Jeden Morgen 55 Kilometer,da kämpfe ich manchmal schon gegen die Müdigkeit“, sagt der 20-Jährige.
Bei der Verkehrspolizei ging es ums leidige Thema Blitzen. Laserpistolen und andere Mess-Systeme wurden vorgestellt.„Der Blitzer an der Prager Straße in Leipzig beispielsweise macht gute Fotos“,sagte Matthias Götze von der Polizeidirektion Leipzig locker und informierte die jungen Leuten auch überPunktekatalog, Fahrverbote oder Fahrprobezeiten.Bußgeldrichter Michael Eyring vom Verkehrsgericht Borna erörtereStrafen für Trunkenheit am Steuer oder Stinkefinger.

Ulrike Wolf (LVZ)

Anmerkung Schulleitung: Die Schulleitung des BSZ LL bedankt sich ganz herzlich bei Fachlehrer Matthias Schade für die perfekte Organisation des Verkehrssicherheitstages!

 

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