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90 Oberschüler schnuppern im BSZ ( LVZ 14.02.2014 S. Grätz)

 

Kreiseigene Einrichtung wirbt mit vielen Angeboten und Neuerungen um Nachwuchs

Schüler der neunten und zehnten Klassen aus der Region waren am Mittwoch und gestern im Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land in Böhlen (BSZ) zu Gast. Im Rahmen eines Schnupperpraktikums informierten sich die Oberschüler über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten an der kreiseigenen Bildungsstätte. Im Fokus der Veranstaltung standen das Berufliche Gymnasium und die Fachrichtungen Biotechnologie und Wirtschaftswissenschaften.
"Wir haben ideale Bedingungen", sagt der stellvertretende Schulleiter Thomas Reck. 725 Schüler lernen zurzeit in der modernen Berufsschule, bis zu 1000 könnten es sein. "Wir müssen etwas tun, um den Standort zu sichern." Und so sind Veranstaltungen dieser Art auch immer Werbung in eigener Sache. Letztere kam diesmal richtig gut an, so dass zwei Tage für die jungen Gäste reserviert wurden. 60 kamen zum Auftakt, gestern noch mal 30 Oberschüler - potenzielle Berufsschüler. Beim Blick hinter die Kulissen gab es interessante Einblicke für das eine oder andere Berufsfeld.
David Zurek (15) ist "sich noch nicht ganz sicher, ob ich Abitur machen will", sagte der Neuntklässler aus Kitzscher. Er werde nun - nach dem Besuch am BSZ - zumindest darüber nachdenken. Laura Lakenbrink (14) hat schon konkretere Vorstellungen über ihre Zukunft und würde gern Ärztin oder Physiotherapeutin werden. Mit einem Notendurchschnitt von 1,9 steht sie ganz gut da. Der Vormittag bei der Biotechnologie sei interessant gewesen, sagte die Frohburgerin. Die 15-jährige Julia Göttner aus Frohburg ist eine Einser-Schülerin. Sie denkt gegebenenfalls an ein Pharmaziestudium und war bei Maren Deistler, Lehrerin für Biotechnologie richtig. Die Schüler wurden nach ihren Interessen in drei Gruppen aufgeteilt. Im Leistungskurs Biotechnologie sei aus dem Nähkästchen geplaudert worden, erzählt die Pädagogin. Bei Versuchen im Labor gab es für die jungen Besucher interessante Entdeckungen. Darüber hinaus waren Hospitationen unter realen Bedingungen in den Fächern Mathe, Ethik, Kunst und Musik möglich.
Über Veränderungen ab dem Schuljahr 2014/2015 informierte Lehrerin Christine Junghanns. Neu werde der Beruf des/der Kaufmanns/Kauffrau für Büromanagement eingeführt, der den bisherigen Beruf des Bürokaufmanns, des Kaufmanns für Bürokommunikation und des Fachangestellten ersetzt. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und ermöglicht vielfältige Arbeitsbereiche in der Industrie, dem Handel, dem Dienstleistungsbereich, im Handwerk und im öffentlichen Dienst. Die Ausbildung am BSZ gehe unter neuem Namen weiter, so Junghanns. Vielfältige Chancen biete auch die jeweils zweijährige Ausbildung zum Sozialassistenten (Voraussetzung für den Erzieher) und zum Krankenpflegehelfer. Saskia Grätz

 

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