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Besuch im Tagebau Vereinigtes Schleenhain (14.10.2014 M. Kluge)

Im Rahmen des Projektes „Schüler lesen Zeitung“ organisierte die Leipziger Volkszeitung einen Besuch des Mibrag-Tagebaues Vereinigtes Schleenhain mit dem Ziel, den Schülern der Fachrichtung Biotechnologie des Beruflichen Gymnasiums die Rekultivierung von Tagebauflächen vor Ort zu erklären.

Mit dem Bus begaben sich die Schüler der beiden Klassen, BG 14a und BG 14b, pünktlich um 09.00 Uhr in Richtung Tagebau. Nach ca. 20 minütiger Busfahrt wurden sie von zwei Verantwortlichen der Mibrag empfangen und stiegen dann in einen Transportwagen um, der die Schüler in die etwa 100 Meter tiefe Kohlegrube beförderte. Das etwa 200 Hektar große Areal hatte den Anschein eines außerirdischen Kraters. Da sich aber in dieser scheinbaren Mondlandschaft Menschen und Maschine bewegten, wurde schnell klar, dass hier viele Faktoren zusammenpassen müssen, damit ein solches Projekt funktioniert. Be-

sonders beeindruckend für die Schüler war, als sie vor einem 30 Meter hohen und 1720 Tonne schweren Bagger standen, der die Kohle aus dem Flöz fördert. Dieser Moment musste von den Schülern bildlich festgehalten werden und wirkt als Klassenfoto natürlich besonders beeindruckend. Einige Schüler konnten auch der Versuchung nicht widerstehen, als Erinnerung ein Stück Rohkohle mitzunehmen. Danach verließen wir die Sohle des Tagebaues wieder und die Diplom-Forstwirtschaftlerin Frau Sandra Tieg erklärte, wie ein ausgekohlter Tagebau der Natur wieder zugeführt wird. Primäre Aufgabe sei es dabei, den kargen Boden der Tagebaufläche wieder fruchtbar zu machen. Nach dem Kohleabbau müssen die Flächen 7 Jahre lang landwirtschaftlich mit den verschiedensten Feldfrüchten bewirtschaftet werden, bevor sie an regionale Landwirte zurückgegeben werden können. Dies sei eine aufwendige und schwierige Aufgabe, erklärte Frau Tieg, aber für eine ordentliche Rekultivierung unerlässlich. In dieser Zeit müssen viele Firmen bei den anstehenden Maßnahmen jahrelang Hand in Hand arbeiten. Der Eingriff in die Landschaft und die folgende Rekultivierung sind dabei als Komplex zu sehen, erklärte sie weiter. „Nach der Auskohlung müssen auch noch die Mittel zur Verfügung stehen, um der Landschaft wieder ein ansehnliches Bild zu geben“, sagte Tieg. Wie dies aussehen kann, davon konnten sich die Schüler überzeugen, als die letzte Etappe des Besuches in Angriff genommen wurde. Die Schüler fuhren auf den 163 Meter hohen „Neuen Geyersberg“ von dem man eine gute 360-Grad-Rundsicht hat und so einen Gesamteindruck über das Gebiet des Leipziger Südraumes erhält. Da inzwischen auch die Sonne zum Begleiter wurde, wären die Schüler noch gern etwas länger geblieben, um die herrliche Aussicht zu genießen, doch 11.30 Uhr fuhr der Bus wieder zur Schule nach Böhlen zurück.

Es war ein interessanter Ausflug, der den Schülern verdeutlicht hat, welche Anstrengungen notwendig sind, um die Natur und damit das Lebensumfeld in einer hohen Qualität zu erhalten.


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