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Wir suchen dringend Leute (Tag der offenen Tür 13.11.2014) LVZ

Berufliches Schulzentrum Leipziger Land und Handwerk werben um Nachwuchs

Das Berufliche Schulzentrum Leipziger Land in Böhlen (BSZ) lud gestern zum Tag der offenen Tür, die  Kreishandwerkerschaft zum Tag der Ausbildung ein. 380 Schüler aus acht Oberschulen der Region nutzten den Berufsorientierungstag, der in dieser Form zum fünften Mal über die Bühne ging. Acht Innungen und 20 Betriebe des Handwerks präsentierten sich, um in eigener Sache zu werben.

Werbung ist dringend notwendig. Denn in vielen Bereichen fehlen Fachkräfte. Der demografische Wandel bringt sinkende Schülerzahlen mit sich. Erstmals sei es in diesem Jahr wieder gelungen, sechs Prozent mehr Ausbildungsverträge als im Vorjahr abzuschließen, betonte Kerstin Schultz, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer. Aber: Mehr als 160 Lehrstellen im Kammerbezirk sind noch unbesetzt.

Nach Ansicht von Ingo Schöne, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Landkreis Leipzig, werde
sich das Problem noch verschärfen. Leider beobachte er den Trend, dass junge Leute wenig Interesse fürs Handwerk haben. Eine Erfahrung, die Fleischermeister Markus Bierau (Fleischerei Kalz) bestätigen kann. „Wir suchen dringend Leute, die den Beruf wirklich lernen wollen. Und wir brauchen unbedingt Verkäuferinnen.“ Die Schüler müssten im Vorfeld besser aufgeklärt werden. Mit dem weit verbreiteten Vorurteil der Maloche habe der  Beruf nichts zu tun.

Auch Matthias Forßbohm sucht dringend Lehrlinge für das seit 1878 in sechster Generation bestehende  Bauunternehmen Forßbohm & Söhne. Als Prüfer für Maurer an der Handwerkskammer registriert er „ein allgemein  sinkendes Niveau. Die meisten wollen in die KFZ-Branche und haben gar nicht die Noten dazu.“

Der Böhlener Lucas Stoiber erkundigte sich sehr konkret bei Forßbohm über Bezahlung, Arbeitszeiten und andere
Konditionen. Der Zehntklässler möchte zur Bundeswehr, hat aber auch Interesse für den Bau. „Den ganzen Tag im Büro zu sitzen, kann ich mir nicht vorstellen.“

Lotsen (Schüler vom Gymnasium), führten den potenziellen Nachwuchs durch das große Haus. „Das ideale  Training für den Beruf“, meinte Oliver Schneider (20), der Grundschullehrer werden möchte. So ging es auf direktem Weg in die verschiedenen Bereiche, etwas Wartezeit war nicht zu vermeiden.

Dicht umlagert waren beispielsweise die Experimente in der „DNA-Küche“ bei der Biotechnologie. Laura Köppe (15) fand es dort sehr interessant. Die Markkleebergerin möchte Abitur machen und ist für ein Studium offen.


Zurückhaltend, aber sehr interessiert schauten sich die 18 bis 27 Jahre alten Asylbewerber aus zwei Klassen um, die am BSZ für ein Jahr Deutsch als zweite Fremdsprache lernen. Vier Analphabeten sind zurzeit dabei. „Sie wollen immer lernen, der Unterricht macht Spaß“, resümiert Klassenlehrer Pitt Ulbrich.

Die Veranstaltung – „eine logistische Herausforderung“ – war seit einem halben Jahr von Lehrerin Constanze Hensch vorbereitet und koordiniert worden. Ohne die helfenden Kollegen wäre der Tag bei laufendem Unterricht nicht zu stemmen, sagte Schulleiter Jörg Großkopf und dankte dem ganzen Team.

Auch das Backhaus Hennig präsentierte sich mit einem Stand und stellte seine vier Ausbildungsberufe vor.

Foto: Thomas Kube

Quelle: LVZ Borna 13.11.2014  von Saskia Grätz

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