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Buchmesse 2017 - unser Weg ins Ungewisse -

Hey Leute! Auch mich zog es dieses Jahr wieder in die weit bekannte Buchmesse und Manga-Comic-Con in Leipzig. Was ich dort mit einigen Freunden erlebt habe, wollte
ich natürlich wieder für euch festhalten. Am 24. März 2017, begab ich mich mit zwei Freunden (Alexander und Luise), aus meiner Klasse, in das Messegelände Leipzig um dort über die Buchmesse zu schlendern. Doch was Anfangs als lustiger und gemütlicher Ausflug geplant war,  enttarnte sich schnell als Tortur der Desorientiertheit mit großer Unübersichtlichkeit. Unsere Jahrgangsstufe (Klasse 12) bekam also einen Tag frei, den 24.03.2017, um sich dafür auf der Buchmesse in Leipzig umzuschauen. Wahrscheinlich möchte die Schule so tatsächlich Schüler für Bücher interessieren, neue Interessen wecken oder aber auch einfach mal Abwechslung vom Schulalltag bieten. Alexander und ich informierten uns bereits den Abend zuvor gemeinsam über die Angebote der Buchmesse. Wir überlegten welche Vorlesungen oder Diskussionen wir interessant finden könnten und wollten uns einen Ablaufplan strukturieren. Doch die Abiturienten waren zu faul! Fataler Fehler, ganz nach dem  Sprichwort: „Wer das Ziel nicht kennt, für den ist kein Weg der richtige“, wie wir feststellten. Denn bei der Vielzahl von Angeboten verloren wir viel zu schnell den Überblick und die Lust, aber dazu später. Wir wussten nicht genau was uns wirklich interessieren würde und worauf wir überhaupt Lust haben würden. Also „ganz spontan“, dachten wir uns. Wir schliefen tatsächlich auch bis um neun, nahmen den Zug um zehn und trafen uns dann an der Messe mit Luise.Viele Menschen lagen bereits vor dem Eingang, auf der grünen Wiese und genossen einfach nur das schöne Wetter. Ein herrliches Flair war das! Die bunten und vielfältigen Kostüme einiger Personen versprachen einen lustigen Aufenthalt. Auch wenn die zu meist selbstgebastelten Anzüge nicht von hoher Qualität, oder meines Erachtens auch Schönheit zeugten stand fest: wir müssen auf jeden Fall die „Comic und Manga“ - Abteilung besuchen! Also nichts wie rein mit uns. Es dauerte nicht lange, da waren wir auch schon am Security Check und der Kartenkontrolle vorbei und standen mittendrin, um zu sehen, in welche Halle wir als erstes gehen. Dabei hatte ich immer den Hintergedanken:
Deutschaufgabe! Denn von unserer Deutschlehrerin bekamen wir den Auftrag einen Blog über unseren Aufenthalt zu verfassen. So sollten wir verdeutlichen, ob die Buchmesse für Schüler und Jugendliche attraktiv ist, welche Angebote es gibt und ob sich dafür tatsächlich ein ganzer Tag Schulfrei lohnt. Wobei doch bereits klar ist, dass sich dieser schulfreie Tag, einmal im Jahr, immer lohnt. Wie auch immer man ihn verbringt. Schon nur, um dem Schulalltag mal zu entkommen und da es eine
tolle Chance ist, auch außerschulisch mehr Zeit mit den Freunden aus der Klasse zu verbringen. Während ich also im Gedanken versunken, wie man die Deutschaufgabe interessant umsetzen könnte, alles fotografierte, was nur ging, liefen Alex und Luise gerade durch in die erste Halle. Wie sich später herausstellte, war das allerdings nicht Halle eins, wovon wir aber ausgegangen sind. Schön blöd! Denn ab jetzt sind wir der Reihe nach jede andere Halle durchgegangen und wussten einfach nicht, warum wir die „Manga und Comic“-Abteilung nie erreichten... , die sich natürlich in Halle eins befand, wie wir am nächsten Montag, in der Schule, erfuhren. Auch als wir den Leuten mit Kostüm folgten, hatten wir keinen Erfolg, aber na gut.. unsere eigene Schuld! Wir waren schließlich die, die sich nicht trauten zu fragen und aus irgendeinem Grund konnten wir es auch einfach nicht aus dem Plan ablesen.Wir gingen also durch alle Hallen (außer durch Nummer Eins) und schauten was uns so interessierte. Dafür hatten wir uns auch einen kleinen Plan mitgenommen, kann man sich wie eine Stadtkarte vorstellen, welcher uns aber auch keineswegs behilflich war. Es war alles ziemlich unübersichtlich aufgebaut. Luise, zum Beispiel, hatte sich vor dem Eingang eine Karte ergattert. Diese sicherte ihr ein gratis Buch, vom passenden Stand (Halle 3, A215). Dafür war eine Zahl, ein Buchstabe und die Hallennummer gegeben. Es war also klar: man musste in die Halle 3 gehen, und nach dem Stand der den Buchstaben A und die Zahl 215 hatte, suchen. Aber.. leichter gesagt als getan! Die Stände waren in Reihen, nach den Buchstaben eingeteilt. So musste man nur noch die Reihe nach der Nummer absuchen. Eigentlich, denn ab und zu passte wohl ein Stand nicht mehr in die dazu gehörige Reihe. Ja und was macht man natürlich wenn dies der Fall ist? Man setzt den Stand in irgendeine andere Reihe. Eine halbe Stunde verbrachten wir also schon mal nur mit dem Suchen von diesem einen Stand. Dabei war jeder mal vorn dran und führte die anderen zwei, in der Hoffnung man wäre derjenige, der diesen Stand endlich findet. Denn es war ja auch alles ganz logisch aufgebaut. Also total simpel eigentlich (Sarkasmus, Sarkasmus)! Wie sich herausstellte, war es ein Bücherstand, der die christlichen Werte vermitteln wollte. Aber wie hätte es auch anders sein sollen? Ein Stand der Bestsellerromane verschenkt? Wohl kaum. Schade eigentlich... Leicht deprimiert schlenderten wir dann also noch durch den Rest der Messe. Dabei sahen wir einige Stände die interessante Musikbücher (Notenbücher) oder auch Schulbücher von Verlagen wie „Klett“ oder „Cornelsen“ angeboten hatten. Auch ein Musik Café gab es. Durch den Namen erhofften wir uns eine angenehme Dudelei von klassischer Musik und nach drei Stunden, größten Teils umhergeirrt, empfanden wir das als genau passend. Doch auch hier hielt es uns keine fünf Minuten. Der Moderator, welcher als Clown verkleidet war , machte durchgehend ziemlich unlustige Witze, zum Beispiel über die „Blasinstrumente“. Ihr könnt euch sicher in etwa vorstellen, worum es ging.Bei einigen Diskussionen war es natürlich schade, wenn man nicht von Anfang an dabei war. Denn auch wenn der Titel interessant klang (zum Beispiel: „Eva Menasse: Tiere für Fortgeschrittene“), war es ziemlich schwer zu erkennen, was das Thema, beziehungsweise das Anliegen war. Anders war das aber bei der „Beratung“ von Daniela Engelking und Katrin Feindt zum Thema: „Der Traum vom eigenen Buch – Wie Self-Publishing funktioniert!“(in Halle 5,Stand D300). Auch wenn wir leider 12 Minuten zu spät kamen (es begann um 13 Uhr und endete 13:30 Uhr), konnten wir direkt in
das Thema einsteigen, da die beiden Frauen die Thematik super dargestellt hatten. Mit einer guten Mischung aus Witz und Ernsthaftigkeit. Sie scheuten auch nicht, denZuhörern ganz direkt die negativen Aspekte aber auch klasse Tipps und Tricks zum Self-Publishing zu veranschaulichen. Was Self-Publishing überhaupt ist? Es bezeichnet das selbstständige Veröffentlichen von Büchern, elektronischer Art oder auch für Print-Bücher. Dies geschieht also nicht durch einen Verlag. So muss der Autor auf der einen Seite keinen Umsatz abgeben, muss auf der anderen Seite aber auch selbst für Kosten, wie zum Beispiel Druckkosten oder ähnliche, aufkommen. An einigen Ständen passierte es durchaus auch, dass man einfach fragend daran vorbei lief. Wie ich das meine? Ich meine das so: wir befanden uns auf einer Buchmesse, bei der man sich unter anderem auf das Durchstöbern bestimmter (interessanter) Lektüre freute. Dann lief man aber an Ständen mit riesigen Monitoren vorbei. Auf diese malten die Menschen, welche für den Stand zuständig waren, dir den Rücken zugekehrt, irgendetwas mit ihrem Finger und beschäftigten sich so. Man fragte sich schon: „wieso, weshalb, warum?“ aber dann wirkte es auf einen auch wieder nicht interessant genug, um diese freischaffenden Künstler von ihrem Zeitvertreib zu unterbrechen. Anstatt sie also zu fragen, was sie dort machten, was dieser Stand dort machte und wo man solche großen Monitore gewinnen kann, lief man einfach geradeaus weiter.Alles in allem war die Messe auch dieses Jahr wieder sehr schön anzusehen. Es ist auch bereits die Architektur, welche sehr modern gehalten ist, die für ein klasse Flair sorgt.Auch Gedrängel und Geschubse ist eher weniger ein Problem. Das liegt bestimmt auch daran, dass man sich seelisch und moralisch bereits auf eine große Menschenmengegefasst macht, wenn ein Besuch bei der Buchmesse ansteht.  Insgesamt waren wir vier und eine halbe Stunde dort - ein guter Durchschnitt würde ich sagen. Dabei ist auf jeden Fall die Vielfältigkeit der Angebote deutlich geworden, welche sich auf die fünf Hallen verteilte. Für jeden Alterstyp und jeden Geschmack war irgendetwas vertreten. Auch Leute, die keine Lust hatten, auf Entdeckungsreise zu gehen und vielleicht nur mitgeschleift wurden, konnten sich einfach in einen Stuhl bei der Essensecke setzen, essen, quatschen oder sich am Handy beschäftigen. Diese große Vielfalt sorgte leider aber auch für eine enorme Unübersichtlichkeit, was den ganzen Aufenthalt auch ziemlich anstrengend machte. Und woran noch einmal deutlich wird, dass ein ganzer Tag frei dafür auch wirklich notwendig ist. Aber es war wirklich schön anzusehen und hatte man erst einmal die richtige Diskussionsrunde gefunden auch wahnsinnig interessant. Oh, und die Crêpes waren echt lecker! Also, ich kann es nur weiter empfehlen. Und vergesst nicht: „Comic und Manga“ - Abteilung befindet sich in Halle eins!!


Ich denke ihr hört bald wieder von mir,
eure Jessica!


P.s.: Ich freue mich über Feedback!

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