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Kennenlerncamp in Grethen (von J. Richter)

Im Herbst vorigen Jahres war ein Teil der Schüler BG und WG18 im Naturfreundehaus Grethen. Es waren nicht alle dabei, da noch das Skilager als Angebot stand, für welches sich die „Schneehasen“ unter uns entschieden hatten.

Am Montag , dem 10.12.18, 10 Uhr, war die Ankunftszeit. Unser Schulsozialarbeiter, Herr Frost, Frau Deistler, Herr Fritz und unsere Klassenlehrer waren auch vor Ort. Da es ziemlich am Anfang des neuen Schuljahres war und sich beide Klassen noch nicht gut kannten, wärmten wir uns mit Kennlernspielen auf. Es ging los mit „Wahr oder Falsch.“ Hier musste jeder 2 Symbole auf ein Blatt malen, die in der Art eines Wappens zu gestalten waren. Ein Symbol sollte eine wahre Geschichte darstellen, das andere eine erfundene. Jeder erzählte seine 2 Stories (mit Pokerface ;)) und danach mussten die anderen entscheiden, welche Geschichte gelogen war. Dies war recht lustig und es war der 1. große Schritt, mehr vom jeweils anderen zu erfahren. Um ca. 11:45 Uhr gab es Mittagessen, welches aus Nudeln mit Tomatensauce bestand (wer hätte es gedacht). Danach, so ca. 12:30 Uhr begann die „Komplimentedusche.“ Was ist das? Diese Frage schoss wirklich jedem durch den Kopf, doch war diese schon nach kurzer Erklärung verschwunden. Jeder bekam einen Zettel auf den Rücken geklebt, auf dem dann von allen ein Kompliment, wie „Du wirkst sympathisch“, stehen sollte. Ich persönlich fand das Spiel ganz schön, da es anonym war und man Eindrücke bekam, was die anderen am Anfang von einem denken. Nach 14 Uhr ungefähr gingen wir nach draußen, wo uns ein Mann erwartete, der mit Schülern, die noch nicht recht wissen, was sie nach der Schule machen sollen, zusammenarbeitete und uns an diesem Nachmittag mit weiteren Teambildungsspielen zur Verfügung stand. Ca. 17 Uhr waren wir alle durchgefroren und ausgepowert, aber mit einem Lächeln im Gesicht und einem großen Glücksgefühl. An dem Abend wurde ein Film eingelegt, was jedoch kein Muss war. Die einen wollten in ihren Zimmern bleiben, die anderen wollten den Film sehen, die Freizeitbeschäftigung stand also für jedermann offen.

Am Dienstag gab es ca. 7.30 Uhr Frühstück mit einem tollen Buffet aus reichlich Obst, Cornflakes und Getränken. Danach ging es auch schon los mit dem Tagesplan, dem Besuch des Wilhelm Ostwald Parks. Dieser Herr war ein deutsch-baltischer Chemiker und Philosoph und wir lernten viel Interessantes über ihn, kann man also empfehlen. Nach dem Rundgang mit Führung beschäftigten wir uns mit dem Klimawandel. Dazu wurde uns (im Keller des Wohngebäudes), ein Vortrag gehalten. Wir arbeiteten in Gruppen, welche jeweils ein Land bearbeiteten und dazu einen kurzen Vortrag über das Klimaproblem in dem Land, zu dem wir Arbeitsblätter bekamen, hielten. So viel dazu, es hat sich gelohnt. Entstanden sind übrigens auch lustige Wärmebildfotos.

Abends kamen wir erschöpft, aber mit vielem, neuen Wissen aufgefüllt zurück ins Naturfreundehaus, wo uns schon leckeres warmes Abendessen erwartete. Doch das Programm war noch nicht vorbei, denn ca. 19 Uhr kam ein Referent zu uns, der sich mit dem Thema „Wölfe in Sachsen“ auseinandersetzt hatte und darüber einen informativen Film zeigte. Völlig müde von all den Informationen beschlossen einige, sich schon mal schlafen zu legen, während manche noch Musik hörten, mit ihren Freunden redeten oder sich mit einer Tasse Tee in der Hand schon wieder voller Energie auf den nächsten Tag freuten.

Denn der Mittwoch bestand aus dem Programmpunkt „Kinderparadies  Grimma“. Ja, wir sind Teenies, aber wenn man wieder auf wackligen Hüpfburgen springt und jede Sekunde denkt, dass man gleich herunterfällt, schnelle Rutschen austestet mit einem Kribbeln im Bauch oder beim Trampolinspringen das Gefühl vom Fliegen bekommt und man vor lauter Lachen für einen Moment alle Sorgen dieser Welt vergessen kann, dann waren wir alle von Herzen gerne nochmal ein Kind. Doch die 2 Tage in Grethen haben wir nicht mit Kinderaugen, sondern mit Augen eines Abiturienten gesehen, denn wir haben verstanden und gelernt. Wir haben uns verstanden.
Diese Fahrt sollte aus zwei Klassen eine machen und ich denke, nein WIR
denken, dass dies gut gelungen ist.

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