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Berufliches Schulzentrum in Böhlen ist stolz auf ihren erfolgreichsten Absolventen Chris Gruber (Von Claudia Carell LVZ 23.11.2019)

Chris Gruber ist unter den Top 10 der deutschen Malergesellen. Hier gratulieren ihm im Beruflichen Schulzentrum Fachleiterin Miriam Stammlitz und Klassenlehrer Roland Gerhardt.Claudia Carell
Böhlen. Wie wird man einer der zehn besten Gesellen seiner Zunft? Der 19-jährige Chris Gruber antwortete: „Ich hab’ meine Prüfungen wohl ziemlich gut hinbekommen.“ Das ist ein Understatement. Schulleiter und Fachlehrer des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) in Böhlen sind stolz auf diesen Absolventen und schlichtweg begeistert. Zwar schafften es in den vergangenen Jahren zwei bis sechs ihrer Azubis unter die besten 100 Gesellen deutschlandweit, doch die Top 10 hatte bisher noch keiner geknackt.

Der junge Mann stammt aus Markranstädt. In der neunten Klasse absolvierte er ein Praktikum, in dem er vier Berufe kennen lernte. „Dabei war ein cooler Malermeister und da hab’ ich mir gesagt, das machst du“, erinnerte er sich. Er lernte bei der Firma Heinrich Schmid und besuchte das BSZ in Böhlen. Nach drei Jahren hat er seinen Gesellenbrief in der Tasche – und damit verbunden eine besondere Auszeichnung.

Die Sto-Stiftung unterstützt unter anderem die Lehrlingsausbildung. Jährlich werden die besten hundert Gesellen der verschiedenen Handwerksrichtungen geehrt, als Präsent gibt es einen hochwertigen Werkzeugkoffer. Die besten zehn erhalten dann noch mal eine Extra-Auszeichnung samt iPad-Geschenk, das Chris Gruber am Freitag während einer kleinen Feierstunde in seiner Schule überreicht wurde.

Seine nahe Zukunft ist schon abgesteckt. Er wird jetzt in seiner Ausbildungsfirma arbeiten und will möglichst bald seinen Meister machen. Was dann später kommt, weiß er noch nicht. Auf jeden Fall ist er sicher, im richtigen Job zu sein. Im Malerhandwerk sei der Unterschied zwischen Alt und Neu frappierend: „Erst kommt man in ein teilweise herunter gekommenes Gebäude und dann sieht es am Ende so gut aus.“ Auch das Arbeiten im Team gefällt ihm gut. Er mag den Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“. Denn: „Das stimmt.“

Sein Fachlehrer Roland Gerhardt ist im Prüfungsausschuss der Handwerkskammer und war bei einigen Prüfungen dabei. Er lobte seinen Schützling in den höchsten Tönen: „100 von 100 möglichen Punkten im Prüfungsgespräch, in der Theorie über 95 Punkte und ein hervorragender Praxisteil, der viel verlangte.“ Seit 1995 bildet er an der Schule Lehrlinge aus, an die tausend Jugendlichen haben bei ihm ihren Beruf gelernt, aber dieser Prüfling habe sein Examen außergewöhnlich gut hinbekommen.

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