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Beschwingter Auftakt fürs Richtfest

Böhlen: Der Ersatzneubau am Beruflichen Schulzentrum soll im Juni 2013 bezugsfertig sein

Böhlen. Ein beschwingter Auftakt mit der Band L.E. Brass und Sonnenschein: Der Termin fürs Richtfest am Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land (BSZ) in Böhlen war gut gewählt. Seit gestern schwebt die Richtkrone über der größten Baustelle des Landkreises Leipzig. Voraussichtlich im Juni nächsten Jahres sollen Lehrer und Schüler in den Ersatzneubau ziehen können.
Von Saskia Grätz
So viel Zeit muss sein: Landrat Gerhard Gey (CDU) hat bekanntermaßen einen Faible für die Rolling Stones. Und so begann er seine Dankesrede auf der Baustelle in Böhlen mit einem Loblied auf L.E. Brass, deren Sängerin den Welthit "I Can't Get No Satisfaction" interpretiert hatte. Von einer Frau habe er das noch nie gehört. Mick Jagger hätte seine Freude daran. Dann ging der Landrat zum offiziellen Akt über und dankte allen Beteiligten, die zum Gelingen auf der "aus meiner Sicht größten Baustelle des Landkreises" beitragen. Die Ausmaße des zurzeit entstehenden Gebäudes seien beachtlich, "es ist fast eine neue Berufsschule".
Gey erinnerte an die Anfänge des Bauvorhabens, die auf einen Kreistagsbeschluss vom Juni 2009 zurückgehen. Das Konzept für die Schulnetzplanung der beruflichen Ausbildung sieht vor, die Standorte in Borna, Espenhain, Markkleeberg und Regis-Breitingen aufzugeben und künftig alle unter einem Dach vereint in Böhlen zu konzentrieren (die LVZ berichtete). Die Berufsrichtungen aller vier Außenstellen werden dann in Böhlen angeboten.
Die Investitionen für den Ersatzneubau sind ebenso stattlich wie dessen Ausmaße: 5,11 Millionen Euro fließen in das moderne Gebäude, das mit dem vorhandenen Komplex verbunden wird. Bei der Planung und Konstruktion war Wert darauf gelegt worden, eine nahtlose Angliederung zu erreichen. Er sei zuversichtlich, dass das trotz der momentan sehr unterschiedlichen Höhen zwischen dem vorhandenen Gebäude und dem Rohbau gelingen werde, sagte Gey. Der Landrat dankte gestern auch für die wohlwollende Förderung des Projekts - 80 Prozent der Kosten stammen aus dem Schulhausbau-Förderprogramm.
Mehr als die Hälfte der Bausumme wurde zwischenzeitlich ausgegeben - elf Lose für insgesamt 2,83 Millionen Euro sind vergeben. Die Aufträge seien in der Region geblieben, betonte der Kommunalpolitiker. Er dankte den Bauleuten und Planern und wünschte auch weiterhin "ein unfallfreies Bauen".
Im Mai vergangenen Jahres hatten die Arbeiten mit dem Abriss des alten Gebäudes begonnen. Im künftigen Neubau entstehen 17 Klassenräume, Fachunterrichtsräume für Physik, Chemie, Biologie und Biotechnologie, vier Informatikräume, der Lehrerbereich sowie Fachunterrichtsräume für Ernährung und Hauswirtschaft. Als nächstes werden die Ausbaugewerke für Metall-, Estrich-, Fliesen und Bodenbelagsarbeiten sowie Aufträge für Fassade und Innentüren ausgeschrieben.
Mit dem Einzug werde es für Lehrer und Schüler "optimale Bedingungen" geben, blickte der Leiter des Beruflichen Schulzentrums Jörg Großkopf voraus. Noch nicht gelöst sind die Parkprobleme am BSZ, die Anlass für Beschwerden der Anwohner sind. In der nächsten Woche sei in dieser Angelegenheit ein Gespräch mit dem Straßen- und Hochbauamt vorgesehen, sagte Böhlens Bürgermeisterin Maria Gangloff (Linke).

Richtfest für den Ersatzneubau im Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land gestern in Böhlen. Martin Smirek und Rocco Hartig (v.l.) von der Firma Bau- und Haustechnik Bad Düben hängen den Richtkranz an den Kran. Später trat er ordnungsgemäß seine Reise in luftige Höhe an.

Foto: Jens Paul Taubert

Quelle: LVZ vom 09.05.2012 Saskia Grätz

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