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Druckgrafiken zieren Wände der neuen Halle

Kahle Wände hat die neue Turnhalle des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land (BSZ) in Böhlen noch reichlich. Mit einer Ausnahme: Auf dem Weg zur Galerie stoßen Besucher auf eine kleine Auswahl an Arbeiten des Grundkurses Kunst der Klasse 12 des Biotechnologischen Gymnasiums Markkleeberg. Gestern schauten sich die Jugendlichen die Präsentation an - und waren sichtlich mit sich zufrieden.
Passend zum Gebäude hatte Kunstlehrerin Ulrike Emtanes im Herbst vorigen Jahres das Thema Sport vorgegeben. Die zehn Schüler suchten sich aus der Zeitung als Vorlage geeignete Fotos und arbeiteten dann selbstständig. Entstanden sind Druckgrafiken in verschiedenen Techniken (Monotypie, Radierung und Linolschnitt), die eine nähere Betrachtung lohnen. "Zwei Monate Arbeit" stecken drin, sagte Jordy Monimambu und ist mit seinem Werk sehr zufrieden. Ein tolles Foto von Schwimmer Michael Phelps diente ihm als Basis. Der 17-Jährige wählte den Ausnahmeathleten, weil er früher selbst geschwommen ist. Auch Christoph Bauch (17) suchte entsprechend seines Hobbys, er spielt Fußball, zunächst nach dem Motiv eines Fußballers. Er fand es und war letztlich vom Ergebnis seiner Arbeit selbst überrascht. "Ich dachte, ich kann nicht malen", sagte der stellvertretende Schülersprecher der BSZ-Außenstelle in Markkleeberg sichtlich stolz. Die Arbeit sei auch "Erinnerung an sein Heimatdorf" - Kletzen bei Krostitz - gewesen, erzählte der Zwölftklässler, der jetzt in Leipzig lebt.
Ein Foto als Vorlage für eine abstrahierte Variante erleichtert die Arbeit und "nimmt Ängste", erläutert die Kunstlehrerin, die ebenfalls sehr zufrieden mit der Präsentation ist. Sie achtete letztlich auf die farbliche Gestaltung der Werke in orange und grau sowie dazu passende Passepartouts und Wechselrahmen, um den Architekten zufriedenzustellen.
Schulleiter Jörg Großkopf ist ebenfalls begeistert. "Wie im Krankenhaus" sehen einige Wände aus. Diese hingegen sei gut gelungen. Der 47-Jährige fährt sehr gern Rad und Ski, und so gefallen ihm die Arbeiten am besten, die sich mit diesen beiden Disziplinen befassen.
Für Kunstlehrerin Emtanes bietet das Haus noch jede Menge Reserven für Gestaltung mit Kunst. "Die Ideen arbeiten schon in mir", sagte sie mit Blick auf die nackten Schallschutzplatten in der Halle. "Die drängen sich förmlich auf." Ab 2013 sollen alle Außenstellen in Böhlen vereint sein, die Arbeit vor Ort ist dann kein Problem mehr. Die ausgestellten Arbeiten der Schüler entstanden im Klassenzimmer. Ohne Ateliersituation. "Das ist nicht einfach", sagt die Fachfrau.


LVZ 12.01.2012 Saskia Grätz

Kunst und Sport – Druckgrafiken bereichern die Wände der neuen Sporthalle am BSZ in Böhlen

Bilder: Günther Hunger LVZ

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