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Innenausbau in warmen Räumen

Landrat informiert sich über den Stand der Bauarbeiten am Beruflichen Schulzentrum in Böhlen

Böhlen. "Es ist die derzeit größte Baustelle im Leipziger Land", erklärte Landrat Gerhard Gey (CDU). Gemeint ist der moderne Ersatzbau des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land (BSZ) in Böhlen, der rund 5,16 Millionen Euro kosten wird. Gestern fand eine Begehung mit Bauverantwortlichen und der Schulleitung statt.

Gey wollte sich als Bauherr wenige Wochen vor Fertigstellung ein Bild vom aktuellen Stand machen. Der Trockenbau ist weitgehend abgeschlossen. Die Flure sind in den Farben Weiß und Apfelgrün gehalten. Von den Decken und Wänden hängen Kabel herab. Alle Räume sind warm. Die Holzpellet-Heizung leistet bereits ganze Arbeit. Beste Voraussetzungen also für den Innenausbau.
Arbeiter von insgesamt neun Firmen werkeln derzeit an der Fertigstellung des Objektes. Gestern waren die Fliesenleger und Elektriker zugange. "Auf der Baustelle wird sächsisch gesprochen", meinte der Landrat. Soll heißen, die Aufträge wurden größtenteils an Firmen aus dem Freistaat vergeben.
Laut Roland Dathe, Sachgebietsleiter für Hochbau und Liegenschaften im Landratsamt, liegen die Bauarbeiten im Zeitplan. Abschlusstermin ist der 26. Mai. "Nur der angekündigte Wintereinfall könnte die Fertigstellung noch leicht verschieben", so Dathe. Mit Beginn der Schulferien werden die verbliebenen Außenstellen des BSZ aufgelöst (die LVZ berichtete). Danach werde der Umzug organisiert. Der Unterricht zum Schuljahresbeginn Ende August hier im Haus ist laut Dathe gesichert. Bereits Ende Mai soll für die gesamte Lehrerschaft eine Einweisung erfolgen.
Gey will ordentlich die Werbetrommel für das moderne BSZ rühren. "Es ist ja kein Geheimnis, dass wir im Wettbewerb mit den Ausbildungsstätten der Stadt Leipzig stehen", so der Landrat. Deshalb habe er bereits ein internes Gespräch mit Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) geführt. "Wir müssen sicherstellen, dass sich die Ausbildungsprofile nicht überschneiden und wir uns damit die Auszubildenden gegenseitig abziehen", betonte Gey. Selbiges gelte für die Beruflichen Schulzentren Grimma und Wurzen.
"Die Jugendlichen sollen sehen, dass sie hier in Böhlen sehr gute Voraussetzungen für ihre Ausbildung erhalten", sagte der Landrat, der die Vorzüge aufzählte: Der gesamte Komplex ist barrierefrei, es gibt eine sehr gute Verkehrsanbindung und es sind genügend Parkplätze für die Azubis vorhanden. 50 weitere sollen bis September entstehen. Ganz zu schweigen von der Ausstattung des zweckmäßig eingerichteten, architektonisch interessanten Gebäudes. Der Unterrichtsbereich verfügt über 17 Klassenräume, Fachunterrichtsräume für Physik, Chemie, Biologie und Biotechnologie, vier Informatikräume, den Schulleiter- und Lehrerbereich, die Fachunterrichtsräume für Ernährung und Hauswirtschaft.
Für Thomas Reck, stellvertretender Leiter des BSZ, bleiben keine Wünsche offen. Wie er erklärte, soll der Umzug vom alten ins neue Schulgebäude in der letzten Schulwoche erfolgen. Er rechnet im kommenden Schuljahr mit rund 800 Schülern. Die werden von insgesamt 65 Lehrern unterrichtet und ausgebildet.

Landrat Gerhard Gey (r.) lässt sich während eines Rundgangs im Neubau des Beruflichen Schulzentrums in Böhlen von Roland Dathe (2.v.r.) und Projektleiter Mario Chwalek (2.v.l.) über den Baustand informieren. Foto: Peter Krischunas

In diesem Zimmer ist der Innenausbau schon weit fortgeschritten.

Foto: Peter Krischunas

Quelle: LVZ Borna, 09.03.2013 von Peter Krischunas

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