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Besser lernen an einem Ort

Berufliches Schulzentrum lädt zum Tag der offenen Tür ein / Schüleraustausch mit Frankreich geplant

Böhlen. Der Countdown läuft: Mit Beginn des nächsten Schuljahres werden alle Außenstellen des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land (BSZ) am Stammsitz in Böhlen  zusammengefasst. Die Voraussetzungen dafür werden derzeit mit der Errichtung eines Erweiterungsbaus geschaffen. Über die Baufortschritte in diesem konnten sich Interessenten am Sonnabend im Rahmen eines Tages der offenen Tür informieren.

Von ROGER DIETZE

Die Flure sind lang, die von ihnen abgehenden Zimmer viele an der Zahl. Verirren jedoch sollte sich niemand im BSZ-Erweiterungsbau in Böhlen, wenn in diesem mit dem neuen Schuljahr der Unterricht startet. Dafür haben die Innengestalter gesorgt, laut deren Planungen nicht nur die Nummern der Geschosse in überdimensionierter Form einen Teil der Wandgestaltung bilden werden. Zudem sollen  sich die einzelnen Gebäudebereiche farblich voneinander unterscheiden.

Als Zukunftsmusik mochte dies jenen Besuchern des Tages der offenen Tür vorgestern erscheinen, als sie sich von Schulleiter Jörg Großkopf und seinem Stellvertreter Thomas Reck über die Baustelle führen ließen. Doch so fern liegt die Zukunft gar nicht, auch wenn derzeit noch nackter Beton und aus Wänden und Fußböden ragende Kabel das Bild im Erweiterungsbau dominieren. Die Arbeiten liegen voll im Plan und die Heizung läuft, so dass die Innengewerke beste Arbeitsbedingungen haben“, erläuterte Reck. Aus diesem Grund stehe einem Start des Umzugs nichts im Wege. Eine gute Nachricht auch für die reichlich 60 Pädagoginnen und Pädagogen, die derzeit außer im Böhlener Stammhaus in den  Außenstellen in Markkleeberg, Espenhain und Regis-Breitingen unterrichten und ab Mai parallel zum laufenden Unterricht diesen Umzug bewerkstelligen müssen.

Letzterer Außen-Standort lud am Sonnabend zum letzten Mal zu einem Blick in die Unterrichtsräume in der Werkstraße ein. Hier liegt der Schwerpunkt der beruflichen Ausbildung auf der Hauswirtschaft, der Krankenpflege sowie den sozialen Berufen. „In die Freude auf die neuen Räumlichkeiten und die modernen Arbeitsbedingungen mischt sich selbstredend auch ein bisschen Wehmut, von Regis Abschied nehmen zu müssen“, sagte Fachlehrerin Christine Junghanns. Derweil überwiegt bei Franziska Schattulat, die am  Espenhainer Standort eine Ausbildung im Bereich Volks- und  Betriebswirtschaftslehre  absolviert, eindeutig die Freude auf das Neue. „Ich erwarte mir neben der Verbesserung der Lernbedingungen aufgrund der Zentrierung an einem Standort auch eine Vereinfachung der Kommunikation zwischen uns Schülerinnen und Schülern“, meinte die 17-Jährige aus Kitzscher.

Eine Verbesserung der pädagogischen Rahmenbe

 

dingungen soll das neue Schuljahr auch für den Französisch-Unterricht bringen. „Der künftige zentrale Unterricht in Böhlen ist für uns die Voraussetzung dafür, mit einer französischen Schule Kontakt aufnehmen zu können, was perspektivisch in einen Schüleraustausch münden könnte“, erläuterte Französisch-Lehrerin Simone Frost beim Tag der offenen Tür. „Hinsichtlich der Region sind wir prinzipiell flexibel, der Raum Lyon würde sich aber aufgrund der  Städtepartnerschaft dieser Stadt mit Leipzig anbieten.

Die angehenden Sozialassistentinnen Vicki Ackermann (l.) und Jenny Kühnert werden ihre in Regis begonnene Ausbildung nach dem Sommer in Böhlen fortsetzen. Foto: R. Dietze

Das Biotechnologie-Kabinett in Böhlen ist noch Baustelle. In wenigen Wochen wird es das Herzstück des erweiterten und zentrierten BSZ bilden. Foto: Roger Dietze

Quelle: LVZ vom 28.01.2013 Roger Dietze

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