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Kurz vor dem Umzug: Frau Sommer muss mit

Nach diesem Schuljahr schließt Berufsschule in Regis-Breitingen

Regis-Breitingen. In diesem Sommer könnte die Außenstelle des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) des Landkreises in Regis-Breitingen ihr zwanzigjähriges Bestehen feiern. Doch die Einrichtung schließt kurz zuvor, Lehrer und Schüler ziehen – wie alle Außenstellen – in die durch einen Neubau erweiterte Stammschule in Böhlen.

Die 133 Schüler sollen vom Umzugsstress nicht allzu viel mitbekommen. Seit April laufen praktische Prüfungen, Anfang Juni beginnen die schriftlichen. Erst in der Woche danach, so ist es vorgesehen, soll der größte Teil des Umzuges vonstatten gehen. Ihre Zeugnisse würden die Schüler dann am 12. Juli schon in Böhlen erhalten.Auch wenn ein weinendes Auge dabei sei, sagt Außenstellenleiterin Christine Junghanns, die elf Kolleginnen und Kollegen hätten sich nie gegen den Umzug gewehrt. Sie selbst sieht in der Zusammenführung des BSZ organisatorische Erleichterungen, und auch die Schüler würden es positiv sehen. Rund 50 von ihnen schließen in wenigen Wochen ihre Ausbildung ab. Für die rund 80 jungen Männer und Frauen, für die die Ausbildung in den Berufsrichtungen Krankenpflegehilfe und Sozialassistenten, im Gastgewerbe im Berufsgrundbildungsjahr und im Berufsvorbereitungsjahr in Böhlen weitergeht,hält der Umzug – neben einer neuen und modernen Umgebung – eine nicht ganz unwesentliche Änderung bereit. Denn in ihrem bisherigen Schulhaus gibt es keine Klingel, die zum Unterricht oder zur Pause ruft. „Wir haben in jedem Zimmer eine Uhr. Das funktioniert“, versichert Christine Junghanns. Mitnehmen wollen sie auf jeden Fall Frau Sommer, so wird eine Puppe, an der Pflege praktisch geübt wird, liebevoll genannt. 1993 wurde in der ehemaligen Berufsschule der Zentralwerkstatt Regis-Breitingen nach einer  Rekonstruktion die Kinderpflegeausbildung angesiedelt. Seitdem wurde das Ausbildungsprofil immer wieder erweitert und verändert. Was nach Ende des jetzigen Schuljahres aus dem Gebäude wird, ist noch völlig offen. Regis-Breitingens Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke) hofft, dass der Landkreis als Eigentümer eine Nachnutzung findet. Als Kommune, sagt Lenk, bedauere man natürlich den Wegzug, denn „genau wie Grund- und Mittelschule war die Berufsschule Teil des Schulstandortes“. Merken werde Regis-Breitingen den Weggang von 130 Schülern beispielsweise bei der Nutzung der Sportstätten. Auch wirtschaftlich dürfte die Schule eine, wenn auch nur kleine, Lücke hinterlassen. Zwar haben die Schüler aus der etwas abgelegenen Werkstraße kaum das Stadtbild belebt, doch immerhin kaufte die Schule in Regis-Breitingen die Lebensmittel für ihre Lehr- und Ausbildungsküche ein.

Frau Sommer zieht mit um. Hier üben Julia Soppa, Robert Vonrath und Jenny Steinicke (v.l.) mit Fachleiterin Christine Junghanns an der Pflegepuppe.

Foto: André Neumann

Quelle: LVZ Borna, 25.05.2013 von André Neumann


Innenausbau in warmen Räumen

Landrat informiert sich über den Stand der Bauarbeiten am Beruflichen Schulzentrum in Böhlen

Böhlen. "Es ist die derzeit größte Baustelle im Leipziger Land", erklärte Landrat Gerhard Gey (CDU). Gemeint ist der moderne Ersatzbau des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land (BSZ) in Böhlen, der rund 5,16 Millionen Euro kosten wird. Gestern fand eine Begehung mit Bauverantwortlichen und der Schulleitung statt.

Gey wollte sich als Bauherr wenige Wochen vor Fertigstellung ein Bild vom aktuellen Stand machen. Der Trockenbau ist weitgehend abgeschlossen. Die Flure sind in den Farben Weiß und Apfelgrün gehalten. Von den Decken und Wänden hängen Kabel herab. Alle Räume sind warm. Die Holzpellet-Heizung leistet bereits ganze Arbeit. Beste Voraussetzungen also für den Innenausbau.
Arbeiter von insgesamt neun Firmen werkeln derzeit an der Fertigstellung des Objektes. Gestern waren die Fliesenleger und Elektriker zugange. "Auf der Baustelle wird sächsisch gesprochen", meinte der Landrat. Soll heißen, die Aufträge wurden größtenteils an Firmen aus dem Freistaat vergeben.
Laut Roland Dathe, Sachgebietsleiter für Hochbau und Liegenschaften im Landratsamt, liegen die Bauarbeiten im Zeitplan. Abschlusstermin ist der 26. Mai. "Nur der angekündigte Wintereinfall könnte die Fertigstellung noch leicht verschieben", so Dathe. Mit Beginn der Schulferien werden die verbliebenen Außenstellen des BSZ aufgelöst (die LVZ berichtete). Danach werde der Umzug organisiert. Der Unterricht zum Schuljahresbeginn Ende August hier im Haus ist laut Dathe gesichert. Bereits Ende Mai soll für die gesamte Lehrerschaft eine Einweisung erfolgen.
Gey will ordentlich die Werbetrommel für das moderne BSZ rühren. "Es ist ja kein Geheimnis, dass wir im Wettbewerb mit den Ausbildungsstätten der Stadt Leipzig stehen", so der Landrat. Deshalb habe er bereits ein internes Gespräch mit Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) geführt. "Wir müssen sicherstellen, dass sich die Ausbildungsprofile nicht überschneiden und wir uns damit die Auszubildenden gegenseitig abziehen", betonte Gey. Selbiges gelte für die Beruflichen Schulzentren Grimma und Wurzen.
"Die Jugendlichen sollen sehen, dass sie hier in Böhlen sehr gute Voraussetzungen für ihre Ausbildung erhalten", sagte der Landrat, der die Vorzüge aufzählte: Der gesamte Komplex ist barrierefrei, es gibt eine sehr gute Verkehrsanbindung und es sind genügend Parkplätze für die Azubis vorhanden. 50 weitere sollen bis September entstehen. Ganz zu schweigen von der Ausstattung des zweckmäßig eingerichteten, architektonisch interessanten Gebäudes. Der Unterrichtsbereich verfügt über 17 Klassenräume, Fachunterrichtsräume für Physik, Chemie, Biologie und Biotechnologie, vier Informatikräume, den Schulleiter- und Lehrerbereich, die Fachunterrichtsräume für Ernährung und Hauswirtschaft.
Für Thomas Reck, stellvertretender Leiter des BSZ, bleiben keine Wünsche offen. Wie er erklärte, soll der Umzug vom alten ins neue Schulgebäude in der letzten Schulwoche erfolgen. Er rechnet im kommenden Schuljahr mit rund 800 Schülern. Die werden von insgesamt 65 Lehrern unterrichtet und ausgebildet.

Landrat Gerhard Gey (r.) lässt sich während eines Rundgangs im Neubau des Beruflichen Schulzentrums in Böhlen von Roland Dathe (2.v.r.) und Projektleiter Mario Chwalek (2.v.l.) über den Baustand informieren. Foto: Peter Krischunas

In diesem Zimmer ist der Innenausbau schon weit fortgeschritten.

Foto: Peter Krischunas

Quelle: LVZ Borna, 09.03.2013 von Peter Krischunas


Drei Youngtimer bekommen die passende Rallye-Optik

Schüler der Berufsschule Böhlen lackieren bei Jörg Kluge in Zwenkau Fahrzeuge für abenteuerliche Tour vom Allgäu nach Jordanien

Zwenkau. Ein bisschen verrückt sind die sechs jungen Frauen und Männer aus Leipzig, Frohburg und Umgebung, die sich Ende April per Auto auf den Weg nach Jordanien machen, um die Rallye Allgäu-Orient zu schaffen. Um als Team auch erkannt zu werden, hat Autolackierer Jörg Kluge aus Zwenkau gemeinsam mit Berufsschülern aus Böhlen die drei "Klapperkisten" der Fahrer passend lackiert. Start und Ziel entsprechend schmücken die Youngtimer auf der einen Seite eine Berglandschaft und auf der anderen Seite die jordanische Wüste.
20 und 22 Jahre alt sind die Autos, Marke Mercedes Kombi, die die rund 7500 Kilometer lange Route durch Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei, Zypern, Israel und Jordanien schaffen sollen. Autobahnen sind selbstverständlich ausgeschlossen, es geht lediglich über Stock und Stein. Noch werden die drei ersteigerten Gefährte in Zwenkau herausgeputzt, bekommen dort von Schülern der Böhlener Berufsschule sozusagen den letzten Schliff.
Für Firmeninhaber Jörg Kluge war gleich klar, das Team der Rallye zu unterstützen, immerhin ist die Tochter einer seiner Kunden "verrückt genug, das zu machen", begründet er. Da allerdings die zeitlichen Kapazitäten seiner Mitarbeiter nicht ausreichten, holte er kurzerhand die jungen Leute des zweiten Lehrjahres von Lehrer Torsten Trotha in seine Hallen.
Jeweils sieben Frauen und Männer werkeln noch bis nächste Woche an den drei Fahrzeugen. Die Entwürfe für das Design stammen von ihnen selbst. "Das ist mal was ganz Außergewöhnliches, hier können wir Techniken ausprobieren, die wir so noch nicht kannten", sagt Schülerin Sandra Liese. "Auch der gute Zweck der Rallye spornt uns an, die Autos so richtig schick zu machen", ergänzt Lisa Wolf. Wüstentauglich sei der in einer Überdruck-Kabine aufgebrachte Lack allemal, erklärt Kluge, "der hält dort wegen der geringen Luftfeuchtigkeit ewig".
Für Christiane Kobsch, eine der Teilnehmer der Rallye, ist die Unterstützung ein echter Glücksfall. "Natürlich wollen wir als Team 'The Wild Wild East' unterwegs auffallen", sagt sie. Hinzu komme, dass die Autos nach ihrer Ankunft in Jordanien versteigert werden. "Und mit der Lackierung gehen die Wagen bei der Auktion bestimmt weg wie warme Semmeln." Sowohl Farben als auch Materialien sponsern Kluge und der Farbenhersteller.
Dennoch geht für Kobsch die Suche nach Unterstützern weiter. Denn jedes der 111 teilnehmenden Teams (bestehend aus je sechs Fahrern mit drei Fahrzeugen) wird unterwegs Hilfe leisten. Das Team um Kobsch bringt daher Schulmaterialien ins rumänische Vulcan und verteilt die an die dort lebenden Kinder, die meist nur bis zur vierten Klasse die Schule besuchen, weil für eine weitere Ausbildung das Geld fehlt. Wer Schulranzen, Bleistifte, Radiergummis, Anspitzer und Federmappen beisteuern will, kann diese Dinge bei Jörg Kluge in der Lackiererei in der Schlosserstraße 4 abgeben.
Offiziell werden die rund 333 Autos aller Teams übrigens als Ersatzteile eingeführt, weil sonst zusätzliche Steuern auf die Teilnehmer zukämen. Doch versteigert werden die Wagen natürlich vollständig. Im vergangenen Jahr konnte durch die Auktion in Jordanien eine Summe von rund 250000 Euro eingenommen werden, die das Organisationskomitee der Rallye dem World Food Program zur Verfügung stellt. "Auch das ist ein Grund, weshalb wir mitmachen", sagt Kobsch. "Auf der einen Seite ein Abenteuer mit Überraschungen, auf der anderen Seite eine Fahrt für den guten Zweck." Kobsch und ihre Teamkollegen werden wohl eher mit ausgedienten Klamotten die Tour antreten. Die können unterwegs verschenkt werden, "und wir haben nicht mehr so viel Gepäck, wenn wir zurückfliegen".
Wie die drei "Klapperkisten" letztlich mit ihrer fertigen Lackierung aussehen, können Interessierte nächsten Freitag ab 11 Uhr in der Lackiererei Kluge, Schlosserstraße 4, bestaunen. Auch Kobsch ist vor Ort. 

 

Die Fahrerseite zeigt die typische Landschaft des Starts: Allgäuer Berge, die Beifahrerseite die jordanische Wüste. Der Entwurf stammt von den Berufsschülern selbst.

Mit Dekorpistolen zum passenden Rallye-Aussehen: Berufsschüler aus Böhlen verpassen in der Lackiererei von Jörg Kluge in Zwenkau den drei Fahrzeugen derzeit den letzten Schliff. Nächste Woche Freitag werden die drei Youngtimer fertig sein. Zu bewundern sind sie ab Mai dann in Jordanien, dort werden sie versteigert.Fotos (2): André Kempner

Quelle: LVZ Borna, 08.03.2013 Julia Tonne


Assi-Zeit der schlimmsten Sorte

Böhlen. Ein Paar Springerstiefel auf dem Tisch und T-Shirts mit eindeutigen rechten Botschaften dienten als Zubehör eines außergewöhnlichen Projekttages im Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land in Böhlen. Eine vom Bildungswerk Sachsen geförderte Veranstaltung am Freitag widmete sich dem Thema Demokratie und Toleranz, der Prävention gegen Rechts. Die Gäste – Aussteiger Jochen und Sozialpädagoge Michael Ankele – sparten im Unterricht der sehr speziellen Art so gut wie nichts aus.

Von SASKIA GRÄTZ

„Eigentlich hatte ich immer Angst jemandem weh zu tun. Merkwürdig, aber als ich das erste Mal zurückgeschlagen habe, genoss ich das Gefühl, Angst verbreiten zu können...“ Die wahre Geschichte eines 19-Jährigen stehe stellvertretend für viele, macht Ankele (55) klar. Seit zwölf Jahren hat er über 80 Jungs und Mädchen beim Ausstieg begleitet. Ein Weg, der es in sich hat, der mit vielen Problemen gepflastert ist: Schwierigkeiten in der Schule, Alkoholmissbrauch, Straftaten, Schulden, Aggressivität, Obdach- und Arbeitslosigkeit. „Wenn du die Miete nicht bezahlst, fliegst du irgendwann raus und landest auf der Straße“, erzählt Jochen. Der hagere Typ mit dem flotten Mundwerk gehört zu den wenigen Ehemaligen, die sich nach dem Ausstieg trauen, darüber zu reden. Alkohol sei „der Treibstoff des Ganzen“ gewesen, gibt der 53-Jährige zu. „Arbeitslosigkeit war ein Grund, warum sie mich bekommen haben“, erzählt der Berliner, der aus einem urkommunistischen Haushalt stammt. Er redet über eine „Assi-Zeit der schlimmsten Sorte“, die nicht cool gewesen sei. Über die Schule, die er „nicht so ernst genommen“ habe, Probleme mit der Polizei, die „schon Standardprogramm bei mir“ waren. Anzeigen von Körperverletzungbis hin zu Hausfriedensbruch und Propagandadelikten. Er erinnert an den „harten Kampf“ einer Alkoholentwöhnung
– „eine absolute Tortur“.

Später geht es um Themen, die bei jungen Leuten ganz wichtig sind: Musik etwa. Die Band „Landser“ stehe als kriminelle Vereinigung auf dem Index, wer deren Musik laut hört, mache sich strafbar, erfahren die Schüler des berufsvorbereitenden Jahres. Die Texte, da ist so viel unerträgliche Scheiße drin“, sagt Jochen und bietet für einen späteren Zeitpunkt ein Experiment an.

Ankele hat einen wahren Musik-Fall mit drastischen Sanktionen ebenso parat wie die negativen Auswirkungen von Tattoos. Er berichtet von einem jungen Mann, dessen braune Gesinnung für jedermann sichtbar war, beim Vorstellungsgespräch sofort zum Ende führte. „Passt auf, was ihr mit eurem Körper macht!“, appelliert er an die Jugendlichen. Ein paar unüberlegte Zwischenrufe werden mit Bedacht diskutiert. Es scheint, als hätten die 16-Jährigen über das Gehörte nachzudenken.

Jochen stieg übrigens aus, nachdem er den NPD-Antrag unterschrieben hatte und ein guter Freund ihn fragte, ob er nun „völlig durchgeknallt“ sei.

Rechte Gesinnung bedient sich einer bestimmten Symbolik. Schwere Springerstiefel gehörten für viele dazu. Foto:

Quelle: LVZ Borna, 15.01.2013 Saskia Grätz


 

Besser lernen an einem Ort

Berufliches Schulzentrum lädt zum Tag der offenen Tür ein / Schüleraustausch mit Frankreich geplant

Böhlen. Der Countdown läuft: Mit Beginn des nächsten Schuljahres werden alle Außenstellen des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land (BSZ) am Stammsitz in Böhlen  zusammengefasst. Die Voraussetzungen dafür werden derzeit mit der Errichtung eines Erweiterungsbaus geschaffen. Über die Baufortschritte in diesem konnten sich Interessenten am Sonnabend im Rahmen eines Tages der offenen Tür informieren.

Von ROGER DIETZE

Die Flure sind lang, die von ihnen abgehenden Zimmer viele an der Zahl. Verirren jedoch sollte sich niemand im BSZ-Erweiterungsbau in Böhlen, wenn in diesem mit dem neuen Schuljahr der Unterricht startet. Dafür haben die Innengestalter gesorgt, laut deren Planungen nicht nur die Nummern der Geschosse in überdimensionierter Form einen Teil der Wandgestaltung bilden werden. Zudem sollen  sich die einzelnen Gebäudebereiche farblich voneinander unterscheiden.

Als Zukunftsmusik mochte dies jenen Besuchern des Tages der offenen Tür vorgestern erscheinen, als sie sich von Schulleiter Jörg Großkopf und seinem Stellvertreter Thomas Reck über die Baustelle führen ließen. Doch so fern liegt die Zukunft gar nicht, auch wenn derzeit noch nackter Beton und aus Wänden und Fußböden ragende Kabel das Bild im Erweiterungsbau dominieren. Die Arbeiten liegen voll im Plan und die Heizung läuft, so dass die Innengewerke beste Arbeitsbedingungen haben“, erläuterte Reck. Aus diesem Grund stehe einem Start des Umzugs nichts im Wege. Eine gute Nachricht auch für die reichlich 60 Pädagoginnen und Pädagogen, die derzeit außer im Böhlener Stammhaus in den  Außenstellen in Markkleeberg, Espenhain und Regis-Breitingen unterrichten und ab Mai parallel zum laufenden Unterricht diesen Umzug bewerkstelligen müssen.

Letzterer Außen-Standort lud am Sonnabend zum letzten Mal zu einem Blick in die Unterrichtsräume in der Werkstraße ein. Hier liegt der Schwerpunkt der beruflichen Ausbildung auf der Hauswirtschaft, der Krankenpflege sowie den sozialen Berufen. „In die Freude auf die neuen Räumlichkeiten und die modernen Arbeitsbedingungen mischt sich selbstredend auch ein bisschen Wehmut, von Regis Abschied nehmen zu müssen“, sagte Fachlehrerin Christine Junghanns. Derweil überwiegt bei Franziska Schattulat, die am  Espenhainer Standort eine Ausbildung im Bereich Volks- und  Betriebswirtschaftslehre  absolviert, eindeutig die Freude auf das Neue. „Ich erwarte mir neben der Verbesserung der Lernbedingungen aufgrund der Zentrierung an einem Standort auch eine Vereinfachung der Kommunikation zwischen uns Schülerinnen und Schülern“, meinte die 17-Jährige aus Kitzscher.

Eine Verbesserung der pädagogischen Rahmenbe

 

dingungen soll das neue Schuljahr auch für den Französisch-Unterricht bringen. „Der künftige zentrale Unterricht in Böhlen ist für uns die Voraussetzung dafür, mit einer französischen Schule Kontakt aufnehmen zu können, was perspektivisch in einen Schüleraustausch münden könnte“, erläuterte Französisch-Lehrerin Simone Frost beim Tag der offenen Tür. „Hinsichtlich der Region sind wir prinzipiell flexibel, der Raum Lyon würde sich aber aufgrund der  Städtepartnerschaft dieser Stadt mit Leipzig anbieten.

Die angehenden Sozialassistentinnen Vicki Ackermann (l.) und Jenny Kühnert werden ihre in Regis begonnene Ausbildung nach dem Sommer in Böhlen fortsetzen. Foto: R. Dietze

Das Biotechnologie-Kabinett in Böhlen ist noch Baustelle. In wenigen Wochen wird es das Herzstück des erweiterten und zentrierten BSZ bilden. Foto: Roger Dietze

Quelle: LVZ vom 28.01.2013 Roger Dietze

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