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Das imposante Innenleben eines Blattwerks

(LVZ 26.01.2015 R.Beuckert)
Böhlen: Das Berufliche Schulzentrum Leipziger Land öffnete Besuchern am Sonnabend seine Türen / Informationen zur Ausbildung

BÖHLEN. Das Berufliche Schulzentrum Leipziger Land in Böhlen (BSZ) hatte am Samstag zum Tag der offenen Tür eingeladen, wobei die einzelnen Fachkabinette den Besuchern einen Einblick in die moderne Ausstattung boten. Schulleiter Jörg Großkopf erklärte, dass viele angehende Schüler mit ihren Eltern die Gelegenheit nutzen, dem Haus einen Besuch abzustatten, um sich durch ein Gespräch mit den Fachlehrern ein Bild von der Bildungseinrichtung zu machen. Im BSZ sind das Berufliche Gymnasium, die Fachoberschule und Berufsfachschule untergebracht. Dazu kommen noch das Berufsgrund- und Berufsvorbereitungsjahr. „Das berufliche Schulzentrum ist weit über das Böhlener Gebiet hinaus bekannt“, betonte der Schulleiter. „Zu uns kommen Schüler aus dem benachbarten Thüringer Raum, den Orten Geithain bis hin nach Bad Lausick und Borna.“ Das Berufliche Gymnasium in der Fachrichtung Biotechnologie stelle zudem ein Alleinstellungsmerkmal im Territorium dar.

Maren Deistler, Fachleiterin für die Fachoberschule und das Berufliche Gymnasium, betreut die Schüler in der Fachrichtung Biotechnologie. Ein Tag der offenen Schultür biete die beste Gelegenheit, mit den Eltern und angehenden Schülern ins Gespräch zu kommen, sagte sie. Zwar lasse sich manches auch am Telefon klären, doch das persönliche Gespräch biete mehr Information, zumal ein Blick in die Einrichtung zugleich ein Bild vom angehenden Lernplatz vermittelt. „Wir verfügen über ein modern ausgestattetes Labor, in dem sogar gentechnische Versuche möglich sind.“

Eigens zum Tag der offenen Tür durften die Besucher sich unter dem Mikroskop Blattwerk anschauen, das imposante Einblicke bot. „Viele Besucher denken, dass in einem Blatt nur Chlorophyll vorhanden ist, doch bei genauerer Betrachtung kommen noch andere Blattfarbstoffe
zum Vorschein. Deistler freute sich auch über Begegnungen ehemaliger Schüler. „Es ist immer wieder interessant zu erfahren, welchen Weg die einstigen Schüler genommen haben und was für einen Beruf sie jetzt ausüben.“ Für den Bereich Gesundheit, Soziales, Wirtschaft und Verwaltung zeichnet Christine Junghanns verantwortlich. „Die angehenden Schüler nutzen gern das Angebot, sich die Fachbereiche genauer anzuschauen“, sagte sie. Die sogenannten Sozialassistenten schaffen
sich den Anschluss für die Anschlussausbildung als Erzieher. Sie können auch in die Kranken- oder Altenpflege einsteigen.“

Christina Munk gehört dem dritten Ausbildungsjahr zum Sozialassistenten an und nutzte diesen Tag, gemeinsam mit anderen Schülern auf der Gitarre den Besuchern ein Ständchen zu bringen.
„Ich möchte Erzieherin werden und fühle mich in dieser Schule gut aufgehoben“, sagte Munk. Die Ausbildung sei sehr vielseitig.

Die Schüler werden gefordert, was ihr besonders gefällt, da sie dadurch mehr lernen. Auch der Förderverein der Schule zeigte an diesem Tag Präsenz. „Wir ermöglichen der Schule und insbesondere den Schülern finanzielle Zuwendungen mit unseren Spendeneinnahmen durch Sponsoren.“ Pitt Ulbrich nannte ein paar Beispiele. So wurde das Schulgebäude mit W-Lan ausgestattet, ein A3 Drucker gekauft und weitere wichtige Anschaffungen gemacht. Darüber hinaus
bekommen sozialschwache Schüler finanzielle Zuwendungen, etwa für Klassenfahrten und in besonderen Härtefällen.

Mit einem Begrüßungsständchen erfreuten die angehenden Sozialassistenten die
Besucher.

Quelle: LVZ Borna 26.01.2015 von Rene Beuckert

 

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