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 Tag der offenen Tür im Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land in Böhlen (von Gislinde Redepenning)

Fachleiterin Maren Deistler (v. l.) vertraut Leon Malte Meng, der interessierten Besuchern die Möglichkeiten des Labors für Biotechnologie erklärt. Foto: Gislinde Redepenning
Böhlen. Die Mensa war am Sonnabend zum Tag der offenen Tür im Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land (BSZ) brechend voll. Mehr als 100 interessierte Eltern und Schüler lauschten einem Vortrag über die vielfältigen Möglichkeiten der Ausbildung vom Berufsvorbereitungsjahr bis zum Abschluss am Beruflichen Gymnasium.
Zuvor hatten sie die Chance genutzt, sich in den weitläufigen Räumlichkeiten umzusehen und bei Fachlehrern, -leitern und -beratern aktuelle Informationen einzuholen. Auch Schulleiter Jörg Großkopf und sein Stellvertreter Thomas Reck standen Rede und Antwort.
Seit 2013, als alle Außenstellen des BSZ am Stammsitz in Böhlen zusammengelegt wurden, ist die Zahl der Absolventen stetig gestiegen. Derzeit pauken 850 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Landkreis hier, manche nehmen eine Anreise aus Torgau oder Oschatz in Kauf. Die günstige Parkplatzsituation als auch die Anbindung über die S-Bahn mit auf die Stundenpläne abgestimmten Fahrzeiten erleichtern den weiten Weg.
Gefragteste Gesprächspartnerin war Maren Deistler, Verantwortliche für den Fachbereich 1 und somit für die Fachoberschule und das Berufliche Gymnasium mit Angeboten rund um Wirtschaftswissenschaften und Biotechnologie. "Das ist unser Aushängeschild", erklärt Großkopf. Das bestens ausgestattete Labor, das der Sicherheitsstufe 1 zugeordnet wird, einem Alleinstellungsmerkmal in der Region, könne sich mit Universitäten und Hochschulen messen. Zwei Fremdsprachen, auch Latein, werden unterrichtet.
Zwischen Reagenzgläsern und empfindlicher Elektronik erklärt Maren Deistler, dicht umlagert, den breit gefächerten Lehrplan mit der Kultivierung von Bakterien und Versuchen zur Wirkung von Antibiotika. Die Schüler liebten die Arbeit im Labor, doch sei das nicht der größte Teil des Unterrichts. Unterstützt wird sie von Leon Malte Meng aus der zwölften Klasse, den eine Beraterin der Arbeitsagentur auf die Möglichkeiten des BSZ aufmerksam gemacht hat. Er ist sich sicher, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, hin zu einem Studium im Bereich der Biologie, Medizin oder Pharmazie und einem Wunsch-Arbeitsplatz in der Forschung.
Auch in den Fachbereichen Bau-, Farb- und Metalltechnik sowie Wirtschaft und Gesundheit laden beachtliche und außergewöhnlich gut ausgestattete Fachkabinette zum Lernen ein. Dietmar Schäfer engagiert sich mit begeisterten Schülern im Bereich des Lehmbaus. Er verbindet im Sinne der Nachhaltigkeit historische und moderne Baustoffe. Zwei umfassende Projekte wurden auf europäischer Ebene beendet. Torsten Trotha hat im "Kompetenzzentrum Spritztechnik" die Zügel in der Hand. Der gerätetechnische Unterricht macht nicht nur Spaß, die bunten Ergebnisse aus Design und Handwerk sind sehenswert. "Seit 2014 sind wir wie eine Lackierwerkstatt eingerichtet, wir können nur nicht mit dem Auto reinfahren", schmunzelt er.

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