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Anpfiff in der neuen Halle

Böhlen: Grundstein für Ersatzneubau im Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land gelegt

Auf der zurzeit größten Baustelle des Landkreises Leipzig gab es gestern gleich doppelten Grund zur Freude. Erst wurde für den Ersatzneubau des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land (BSZ) in Böhlen der Grundstein gelegt, danach wurde die neue Sporthalle eingeweiht. Eine millionenschwere Investition in die Zukunft - aus Mitteln des Konjunkturpakets II großzügig gefördert.

Improvisation ist manchmal alles: Ein Stau auf der A 14 hatte den Abteilungsleiter im Sächsischen Kultusministerium, Thomas Rechentin, etwas aufgehalten, und so schritten die Gäste kurz entschlossen ohne ihn zur Tat. In der Hülse, die, von besten Wünschen begleitet, im Bau versenkt wurde, fanden sich unter anderem eine LVZ des gestrigen Tages, Euro-Münzen für dessen Stabilisierung, Baupläne und Flyer des BSZ.
Den ersten Hammerschlag widmete Landrat Gerhard Gey (CDU) dem Freistaat Sachsen und dem Landkreis, die durch finanzielle Mittel und kluge Beschlüsse den Ersatzneubau ermöglicht haben. Schulleiter Jörg Großkopf widmete den zweiten Schlag Planern und Bauleuten, schließlich sprach der gerade noch hinzugekommene Rechentin die Schüler und Lehrer an, die den Neubau ab Juli 2013 nutzen werden. Möge das Bauwerk allen Anforderungen genügen und zu hoher Qualität beitragen. 5,16 Millionen Euro sind für das Vorhaben eingeplant, 80 Prozent davon sind Fördermittel. Die vier anderen Außenstellen zugunsten von Böhlen aufzugeben, sei laut Gey "keine leichte, aber eine zukunftsweisende Entscheidung" gewesen. Die zum Teil nicht optimalen Lernbedingungen in den Außenstellen wären dem Landkreis finanziell irgendwann auf die Füße gefallen. Außerdem sei Böhlen zentral gelegen und verkehrstechnisch gut angebunden, sagte er.
Endlich fertig und somit ideale Bedingungen bietet die moderne Zweifeldsporthalle, die gestern eingeweiht wurde. In Montagebauweise errichtet und mit Alu-Glas-Fassade versehen, fügt sie sich gut an den vorhandenen Gebäudekomplex an. Und bietet mit einer Galerie sogar Platz für Zuschauer. Trotz Bauverzuges nach archäologischen Grabungen, Munitionssuche und einem "furchtbaren Winter" zog Thomas Näther vom gleichnamigen Planungsbüro aus Markranstädt eine stolze Bilanz. "Wir haben die Punktlandung geschafft", meinte er mit Blick auf die eingehaltenen Kosten von 3,14 Millionen Euro. Und dass, obwohl komplizierte Dinge bewältigt werden mussten.
Die Sporthalle Fortunapark - der Name erinnert an eine früher dort vorhandene Anlage - ist nach Ansicht von Schulleiter Großkopf "fast ein Olympiastützpunkt". Für Lehrer und Schüler entfallen nun zeitraubende Wege zum Sportunterricht. Er dankte für die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und der Stadt Böhlen, die beim Parkplatzproblem, das während der Bauzeit entstand, Zurückhaltung bewiesen habe. Eine Verbesserung der Situation sei jetzt absehbar.
Als Leitfigur für sportlich Ambitionierte präsentierte der Schulleiter übrigens Radprofi Robert Förster (33), der am BSZ in Markkleeberg einst sein Fachabitur für Agrarbiologie gemacht hatte. Nach vielen offiziellen Reden und Sekt gab es dann den Startschuss für ein Fußballspiel von Lehrern und Schülern. Den Anpfiff und ein paar Minuten körperliche Ertüchtigung ließ sich der sportliche Landrat nicht nehmen.

Anmerkung Schulleitung: Robert Förster hat in der Außenstelle Markkleeberg nicht sein Fachabitur gemacht, sondern das Abitur erworben, welches zum Studium aller Fachrichtungen an Universitäten und Hochschulen in allen Bundesländern und EU Staaten berechtigt!


Weitere Fotos finden Sie im Internet unter www.lvz-online.de/borna

 

Strahlend nimmt der Chef des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land, Jörg Großkopf (l.), einen extra großen Schlüssel von Landrat Gerhard Gey entgegen. Foto: G. Hunger

Quelle: LVZ 09.11.11 Saskia Grätz

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