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Handwerker werden fit gemacht ( LVZ 20.09.2011)

Kultusamtsleiter Manfred Schön unterschreibt für den Landkreis Kooperationsvertrag mit dem BSZ

Das Kompetenzzentrum am Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land (BSZ) in Böhlen ging vor knapp vier Jahren an den Start. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages durch Manfred Schön, Kultusamtsleiter des Landkreises Leipzig, hat das Weiterbildungsprogramm jetzt auch einen verbindlichen Rechtsrahmen erhalten.
Was der Handwerker nicht kennt, wendet er nicht an - mit dem abgewandelten bekannten deutschen Sprichwort hat Maler- und Lackiermeister Torsten Seidel hinreichende Erfahrungen gesammelt. "So wie es in den 50er Jahren schwierig war, die Maler vom Nutzen der Rolle zu überzeugen, so schwierig ist es heute, die Spritztechnik in der Branche einzuführen", so der Obermeister der Leipziger Maler- und Lackiererinnung. Er setzt sich seit einigen Jahren ehrenamtlich für die Förderung und Entwicklung des Handwerks in der Region ein. In dieser Funktion wirkt der Messestädter auch als Ausbilder am Böhlener BSZ. Dieses arbeitet seinerseits eng mit der Firma Wagner Spritztechnik zusammen. Das weltweit agierende Unternehmen aus Markdorf nahe des Bodensees ist ebenso wie die Firmen Bosch und Dübel-Fischer Kooperationspartner des BSZ. Mit letzterer knüpfte dessen Leiter Jörg Großkopf 2007 Kontakte. "Weil mir bekannt war, dass das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt 70 Kompetenzzentren deutschlandweit hatte, bin ich aktiv geworden." Mit großem Erfolg. "Für uns stellt diese Kooperation einen Riesenvorteil dar, weil unsere Schüler stets mit Technik arbeiten können, die auf dem neuesten Stand ist", so Großkopf. "Zudem eröffnen die Zusatzqualifikationen in der Berufsausbildung größere Chancen bei der späteren Bewerbung." Ein Vorteil, den ganz offensichtlich auch die Handwerker von morgen zu schätzen wissen. "Das Interesse an den Schulungen ist weit größer, als das Angebot an verfügbaren Plätzen", weiß der BSZ-Leiter. Nicht zuletzt deshalb, weil auch die Innungsbetriebe, die mit dem BSZ in engem Kontakt stehen, ihre Mitarbeiter zu den Schulungen delegieren. "Das Kompetenzzentrum ist zweifellos eine Einrichtung, in der der Nachwuchs im Handwerk fitter gemacht wird", bringt es Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Ingo Schöne auf den Punkt. "Mit den von den Kooperationspartnern zur Verfügung gestellten Technologien sind wir auf dem aktuellen Stand der Technik. Dies ist so bedeutsam, weil wir nicht abwarten können und wollen, bis diese neuen Technologien Einzug in den Unterricht halten", so Schöne. Neue Technologien wie eben die Spritztechnik, für die Torsten Seidel eine Lanze bricht. "Während mit den alten Farben Tonnen von Lösungsmitteln in die Atmosphäre entwichen, schonen die neuen lösungsmittelfreien Lacke sowohl die Natur als auch die Gesundheit derjenigen, die sie verarbeiten. Vorausgesetzt, sie sind auch willens, sich mit den neuen Verarbeitungstechniken auseinanderzusetzen", sagt der Leipziger Obermeister.
Jörg Großkopf: Für uns stellt diese Kooperation einen Riesenvorteil dar, weil unsere Schüler stets mit Technik arbeiten können, die auf dem neuesten Stand ist.

Ouelle: Leipziger Volkszeitung vom 20.09.2011 Roger Dietze

 

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