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Engere Bande für eine Perspektive

Kooperationsvereinbarung zwischen dem Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land und der Mittelschule Kitzscher

Schüler aus der Region sollen in der Heimat auch eine berufliche Perspektive haben. Um einer möglichen Abwanderung junger Leute zuvorzukommen, werden die Mittelschule Kitzscher und das Berufliche Schulzentrum Leipziger Land (BSZ) künftig noch enger zusammenarbeiten. Am Mittwoch schlossen die Chefs beider Einrichtungen eine Kooperationsvereinbarung. Seit Jahren gibt es einen solchen Vertrag mit dem Beruflichen Gymnasium in Espenhain, wo Mittelschüler mit gutem
Abschluss die Möglichkeit haben, ein Abitur zu machen. Rege Kontaktpflege gehört zur Kooperation, die zum Beispiel auch gegenseitige Besuche vorsieht, erläutert Gymnasiumschef Norbert Peyker. Ab 2013 werden, wie berichtet, die Außenstellen des Beruflichen Schulzentrums in Borna, Markkleeberg, Espenhain und Regis-Breitingen aufgelöst und zentral im Stammhaus in Böhlen integriert. Und so muss auch die bereits bestehende Zusammenarbeit erweitert werden.

Dazu gehört natürlich eine umfassende Information. Es werden Exkursionen der Lehrer zum BSZ geben, kündigt Mittelschulleiter Rainer Reichenbach an. Denn um den Schülern einen optimalen Übergang für eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen, muss klar sein, was es für Möglichkeiten gibt. Es wird eine Informationsveranstaltung geben über Aufnahmebedingungen an der Berufsschule. Die Angebote des Beruflichen Gymnasiums werden vorgestellt – Bereiche wie Wirtschaft, Technik, Biotechnologie sowie Gesundheit und Soziales vertieft. Geplant sind darüber hinaus ein Schnuppertag für die Neuntklässler im BSZ. „Das Gros der Schüler möchte in der Region bleiben“, weiß Rainer Zornemann, der sich seit vielen Jahren an der Mittelschule um die Berufsorientierung kümmert, die mit Betriebsexkursionen schon ab Klasse 7 beginnt. Und: Je konkreter die Einblicke in die verschiedenen Berufsfelder ausfallen, desto leichter falle den jungen Leuten die Entscheidung für einen Beruf. Seit 2002 suchte die Mittelschule daher den engen Kontakt zur Wirtschaft und vereinbarte eine Zusammenarbeit mit Unternehmen und Schulen. Die jetzt geschlossene Vereinbarung mit dem BSZ Leipziger Land ist die achte Kooperationsvereinbarung. Der Leiter des BSZ Jörg Großkopf betrachtet das Projekt „als Werbung für die Region, damit die jungen Leute hier bleiben“. Die Qualität stimme, gute Leute würden hier gebraucht. Dass sich beide Vertragspartner auch beim Tag der offenen Tür im BSZ in Böhlen (2.November) und in der Mittelschule Kitzscher (Januar 2012) begegnen, wurde ebenfalls mit vereinbart.

Haben die Zusammenarbeit besiegelt: Jörg Großkopf, Leiter des BSZ Leipziger Land (4.v.r.)
und Mittelschulleiter Rainer Reichenbach (3.v.r.). Foto: Günther Hunger

Quelle Leipziger Volkszeitung vom 23.04.2011: Saskia Grätz

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