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Anpfiff in der neuen Halle

Böhlen: Grundstein für Ersatzneubau im Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land gelegt

Auf der zurzeit größten Baustelle des Landkreises Leipzig gab es gestern gleich doppelten Grund zur Freude. Erst wurde für den Ersatzneubau des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land (BSZ) in Böhlen der Grundstein gelegt, danach wurde die neue Sporthalle eingeweiht. Eine millionenschwere Investition in die Zukunft - aus Mitteln des Konjunkturpakets II großzügig gefördert.

Improvisation ist manchmal alles: Ein Stau auf der A 14 hatte den Abteilungsleiter im Sächsischen Kultusministerium, Thomas Rechentin, etwas aufgehalten, und so schritten die Gäste kurz entschlossen ohne ihn zur Tat. In der Hülse, die, von besten Wünschen begleitet, im Bau versenkt wurde, fanden sich unter anderem eine LVZ des gestrigen Tages, Euro-Münzen für dessen Stabilisierung, Baupläne und Flyer des BSZ.
Den ersten Hammerschlag widmete Landrat Gerhard Gey (CDU) dem Freistaat Sachsen und dem Landkreis, die durch finanzielle Mittel und kluge Beschlüsse den Ersatzneubau ermöglicht haben. Schulleiter Jörg Großkopf widmete den zweiten Schlag Planern und Bauleuten, schließlich sprach der gerade noch hinzugekommene Rechentin die Schüler und Lehrer an, die den Neubau ab Juli 2013 nutzen werden. Möge das Bauwerk allen Anforderungen genügen und zu hoher Qualität beitragen. 5,16 Millionen Euro sind für das Vorhaben eingeplant, 80 Prozent davon sind Fördermittel. Die vier anderen Außenstellen zugunsten von Böhlen aufzugeben, sei laut Gey "keine leichte, aber eine zukunftsweisende Entscheidung" gewesen. Die zum Teil nicht optimalen Lernbedingungen in den Außenstellen wären dem Landkreis finanziell irgendwann auf die Füße gefallen. Außerdem sei Böhlen zentral gelegen und verkehrstechnisch gut angebunden, sagte er.
Endlich fertig und somit ideale Bedingungen bietet die moderne Zweifeldsporthalle, die gestern eingeweiht wurde. In Montagebauweise errichtet und mit Alu-Glas-Fassade versehen, fügt sie sich gut an den vorhandenen Gebäudekomplex an. Und bietet mit einer Galerie sogar Platz für Zuschauer. Trotz Bauverzuges nach archäologischen Grabungen, Munitionssuche und einem "furchtbaren Winter" zog Thomas Näther vom gleichnamigen Planungsbüro aus Markranstädt eine stolze Bilanz. "Wir haben die Punktlandung geschafft", meinte er mit Blick auf die eingehaltenen Kosten von 3,14 Millionen Euro. Und dass, obwohl komplizierte Dinge bewältigt werden mussten.
Die Sporthalle Fortunapark - der Name erinnert an eine früher dort vorhandene Anlage - ist nach Ansicht von Schulleiter Großkopf "fast ein Olympiastützpunkt". Für Lehrer und Schüler entfallen nun zeitraubende Wege zum Sportunterricht. Er dankte für die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und der Stadt Böhlen, die beim Parkplatzproblem, das während der Bauzeit entstand, Zurückhaltung bewiesen habe. Eine Verbesserung der Situation sei jetzt absehbar.
Als Leitfigur für sportlich Ambitionierte präsentierte der Schulleiter übrigens Radprofi Robert Förster (33), der am BSZ in Markkleeberg einst sein Fachabitur für Agrarbiologie gemacht hatte. Nach vielen offiziellen Reden und Sekt gab es dann den Startschuss für ein Fußballspiel von Lehrern und Schülern. Den Anpfiff und ein paar Minuten körperliche Ertüchtigung ließ sich der sportliche Landrat nicht nehmen.

Anmerkung Schulleitung: Robert Förster hat in der Außenstelle Markkleeberg nicht sein Fachabitur gemacht, sondern das Abitur erworben, welches zum Studium aller Fachrichtungen an Universitäten und Hochschulen in allen Bundesländern und EU Staaten berechtigt!


Weitere Fotos finden Sie im Internet unter www.lvz-online.de/borna

 

Strahlend nimmt der Chef des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land, Jörg Großkopf (l.), einen extra großen Schlüssel von Landrat Gerhard Gey entgegen. Foto: G. Hunger

Quelle: LVZ 09.11.11 Saskia Grätz


Mobbing in der Schule

Theaterstück im Beruflichen Schulzentrum in Böhlen greift aktuelles Thema auf

Für einen Moment war es ganz still, dann kam er doch: Beifall. Viel Beifall. Der Weimarer Kultur-Express machte gestern im Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land in Böhlen Station. Die im Oktober 2000 gegründete freie Theatergruppe, die ausschließlich vor Schülern spielt, will Jugendlichen Hilfe bei der Bewältigung ihrer Probleme geben.
Eines davon ist Mobbing. "Ein Thema, das gerade in vielen neuen Klassen aktuell ist", sagt Schulsozialarbeiter Hendrik Frost. Ganz bewusst habe er diese Produktion zu Beginn des Schuljahres ins Haus geholt. Rund 120 Jugendliche, das Gros von ihnen im Berufsvorbereitungsjahr, sowie Schüler aus den Außenstellen des BSZ in Espenhain und Regis-Breitingen erlebten eine zum Nachdenken anregende Vorstellung.
Das Stück "Mobbing" erzählt die Geschichte zweier Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein können. Scheinbar selbstbewusst und laut kommt die attraktive Franziska (17) daher, bescheiden und von Selbstzweifeln geplagt ist die eher unscheinbare Laura (15). Beide landen auf einer Schulbank und wollen Jahrgangsbeste werden. Während die eine die Fürsorge der Eltern vermisst, hat die andere zu viel davon. Und so macht sich Franzi lautstark darüber lustig, dass Laura sich noch einer Hausaufgabenkontrolle unterziehen muss. Stück für Stück erwächst ein Zickenkrieg zwischen den beiden Akteurinnen, der von Lügen und Äußerlichkeiten wie "altmodischen Klamotten" geschürt wird. Er kulminiert in verbalen Auseinandersetzungen. "Du hast überhaupt keinen Stil. Es ist eine Zumutung, neben dir zu sitzen", schreit Franzi und provoziert ihre Gegenspielerin in allen erdenklichen Situationen. Ihr Neidpotenzial lässt sie schließlich auch zu unlauteren Mitteln greifen, und so geht eine gemeinsame Arbeit durch die trickreiche Übermacht von Franzi völlig daneben. Ständige Sticheleien machen Laura krank. Als sie nach vielen Wochen zurückkehrt, regiert Hass. Auch andere aus der Klasse beteiligen sich mittlerweile an dem üblen Spiel. "Sie muss weg", heißt die Kampfansage.
Im anschließenden Gespräch über das Stück wird schnell klar, dass es "für das Problem keine Universallösung" gibt. Dennoch kommen gute Vorschläge aus dem Publikum, was in einer solchen Situation zu tun ist. Streitschlichter, Selbsthilfegruppen und Beratungslehrer werden als Ansprechpartner genannt. Untereinander müsse geklärt werden, wie man klarkommen kann. Es geht um den Begriff Mobbing, der aus dem Englischen stammt - (to mob) anpöbeln, angreifen -, und die Mitschuld Dritter, die im Stück feige mitgemacht haben. Jede Menge Denkanstöße für die Jugendlichen.

Quelle: LVZ 05.11.11 Saskia Grätz


Informationen aus erster Hand (LVZ 03.11.2011)

Berufliches Schulzentrum Leipziger Land lädt zum Tag der offenen Tür

„Jetzt fängt für unsere Neuntklässler der Endspurt bei der Berufssuche an“, weiß Ute Nietzold. Die Lehrerin der Mittelschule Groitzsch kam gestern mit 45 Schülern nach Böhlen ins Berufliche Schulzentrum Leipziger Land (BSZ). Zum dortigen Tag der offenen Tür konnten sich die Jugendlichen direkt bei den Betrieben der verschiedenen Innungen und bei den Lehrern des BSZ über Ausbildungswege informieren. Laut BSZ-Schulleiter Jörg Großkopf hatten sich 350 Schüler von Mittelschulen aus dem gesamten Landkreis angemeldet. Finanziell wurde die Veranstaltung vom Landratsamt und Unternehmen unterstützt.

Ute Nietzold war guter Dinge. „Hier haben unsere Schüler die Möglichkeit, den direkten Draht zu den Unternehmen zu knüpfen“, sagte die Lehrerin für Wirtschaft, Technik, Haushalt und Soziales (WTH). Auch wenn die Berufswahl bereits Thema ab der siebenten Klasse ist, hätten sich einige Schüler noch nicht für eine Ausbildungsstelle entschieden. „Deshalb hoffe ich, dass sie hier noch den letzten Kick bekommen“, betonte Nietzold.

Das hofft auch Ingo Schöne. „Wegen der demografischen Entwicklung brauchen wir künftig noch mehr Nachwuchs in den Betrieben“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Landkreis Leipzig. So boten gestern Mitarbeiter der Betriebe unter anderem aus den Bereichen Fleischer, Metallbau, Elektrotechnik, dem Malerhandwerk, Lackierer und viele mehr ihre Hilfe zur Berufswahl an. Von der Handwerkskammer zu Leipzig war zudem ein Infomobil vor Ort.

BSZ-Schulleiter Jörg Großkopf war mit dem großen Interesse am Tag der offenen Tür zufrieden. Gerade wegen des dualen Ausbildungsweges an seiner Einrichtung gehe es ihm vor allem um die enge Zusammenarbeit mit den Innungen und deren Betriebe. „Doch natürlich wollen wir auch unsere Schularten und Berufsrichtungen vorstellen, die wir in Böhlen und in den vier Außenstellen anbieten“, erklärte Großkopf.

Die Schüler wurden mit Bussen von ihren Standorten abgeholt. Nach ihrer Ankunft im BSZ gab Mareen Deistler, Leiterin der Außenstellen Markkleeberg und Espenhain, ihnen einen Überblick über die Bewerbungsmodalitäten und die Schularten des BSZ. Das sind Berufsschule, Berufsfachschule, Fachoberschule und Berufliches Gymnasium.Danach wurden die Jugendlichen von Lotsen-Schülern des BSZ in die entsprechenden Kabinette geführt, wo Lehrer und Lehrerinnen speziell über ihr Fach sprachen und mit den Mittelschülern praktische Anwendungen übten. Neuntklässlerin Julia Thane nutzte diese Möglichkeit im Ausbildungsberuf Sozialassistent, der in die Bereiche für Behinderte, Kindergarten und Pflege unterteilt ist. „Ich interessiere mich speziell für den Umgang mit Kindern“, erzählte die Schülerin der Geithainer Paul-Guenther-Schule, die mit dem Wickeln einer Babypuppe beschäftigt war.

Das BSZ Leipziger Land besteht zurzeit aus mehreren Schulteilen, neben dem Stammsitz Böhlen wird in Borna, Espenhain und Regis-Breitingen unterrichtet. Nach Realisierung des Kreistagsbeschlusses vom Juni 2009 werden durch den Ersatzbau am Standort Böhlen alle Außenstellen geschlossen.Der Bau direkt neben dem neuen Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land gegenüber dem Fußballstadion ist derzeit im vollen Gange. „Ich gehe davon aus, dass er im Jahr 2013 fertig ist“, sagte der Schulleiter. Soll heißen, dass ab September 2013 alle Lehrlinge der bisherigen Außenstellen in Böhlen ihre Ausbildung genießen können. Alle Schularten werden dann komplett in Böhlen geführt.

350 Mittelschüler aus dem gesamten Landkreis Leipzig nahmen gestern im Beruflichen
Schulzentrum Leipziger Land am Tag der offenen Tür teil. Foto: Peter Krischunas

Quelle Leipziger Volkszeitung 3.11.2011 Peter Krischunas


Handwerker werden fit gemacht ( LVZ 20.09.2011)

Kultusamtsleiter Manfred Schön unterschreibt für den Landkreis Kooperationsvertrag mit dem BSZ

Das Kompetenzzentrum am Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land (BSZ) in Böhlen ging vor knapp vier Jahren an den Start. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages durch Manfred Schön, Kultusamtsleiter des Landkreises Leipzig, hat das Weiterbildungsprogramm jetzt auch einen verbindlichen Rechtsrahmen erhalten.
Was der Handwerker nicht kennt, wendet er nicht an - mit dem abgewandelten bekannten deutschen Sprichwort hat Maler- und Lackiermeister Torsten Seidel hinreichende Erfahrungen gesammelt. "So wie es in den 50er Jahren schwierig war, die Maler vom Nutzen der Rolle zu überzeugen, so schwierig ist es heute, die Spritztechnik in der Branche einzuführen", so der Obermeister der Leipziger Maler- und Lackiererinnung. Er setzt sich seit einigen Jahren ehrenamtlich für die Förderung und Entwicklung des Handwerks in der Region ein. In dieser Funktion wirkt der Messestädter auch als Ausbilder am Böhlener BSZ. Dieses arbeitet seinerseits eng mit der Firma Wagner Spritztechnik zusammen. Das weltweit agierende Unternehmen aus Markdorf nahe des Bodensees ist ebenso wie die Firmen Bosch und Dübel-Fischer Kooperationspartner des BSZ. Mit letzterer knüpfte dessen Leiter Jörg Großkopf 2007 Kontakte. "Weil mir bekannt war, dass das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt 70 Kompetenzzentren deutschlandweit hatte, bin ich aktiv geworden." Mit großem Erfolg. "Für uns stellt diese Kooperation einen Riesenvorteil dar, weil unsere Schüler stets mit Technik arbeiten können, die auf dem neuesten Stand ist", so Großkopf. "Zudem eröffnen die Zusatzqualifikationen in der Berufsausbildung größere Chancen bei der späteren Bewerbung." Ein Vorteil, den ganz offensichtlich auch die Handwerker von morgen zu schätzen wissen. "Das Interesse an den Schulungen ist weit größer, als das Angebot an verfügbaren Plätzen", weiß der BSZ-Leiter. Nicht zuletzt deshalb, weil auch die Innungsbetriebe, die mit dem BSZ in engem Kontakt stehen, ihre Mitarbeiter zu den Schulungen delegieren. "Das Kompetenzzentrum ist zweifellos eine Einrichtung, in der der Nachwuchs im Handwerk fitter gemacht wird", bringt es Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Ingo Schöne auf den Punkt. "Mit den von den Kooperationspartnern zur Verfügung gestellten Technologien sind wir auf dem aktuellen Stand der Technik. Dies ist so bedeutsam, weil wir nicht abwarten können und wollen, bis diese neuen Technologien Einzug in den Unterricht halten", so Schöne. Neue Technologien wie eben die Spritztechnik, für die Torsten Seidel eine Lanze bricht. "Während mit den alten Farben Tonnen von Lösungsmitteln in die Atmosphäre entwichen, schonen die neuen lösungsmittelfreien Lacke sowohl die Natur als auch die Gesundheit derjenigen, die sie verarbeiten. Vorausgesetzt, sie sind auch willens, sich mit den neuen Verarbeitungstechniken auseinanderzusetzen", sagt der Leipziger Obermeister.
Jörg Großkopf: Für uns stellt diese Kooperation einen Riesenvorteil dar, weil unsere Schüler stets mit Technik arbeiten können, die auf dem neuesten Stand ist.

Ouelle: Leipziger Volkszeitung vom 20.09.2011 Roger Dietze

 


 

Aidshilfe Leipzig ist im Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land in Böhlen zu Gast

Übungen am Holzpenis


"Ihr müsst euch nicht blöd vorkommen beim Kauf von Kondomen", sagt Thomas Franke. Der Mitarbeiter der Aidshilfe Leipzig - am Mittwoch beim Projekttag im Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land in Böhlen zu Gast -, redet Klartext in der Runde. Spricht Dinge und Tabus an, über die Jugendliche allenfalls untereinander sprechen. Die vom Gesundheitsamt des Kreises finanzierte Veranstaltung für Schüler aus dem Berufsgrundbildungs- und Berufsvorbereitungsjahr dient der Aufklärung und Prävention. "Sie bringt etwas für die Schüler", sagt Schulsozialarbeiter Hendrik Frost. Auch nächstes Jahr möchte er die Fachleute wieder ins Haus holen.
Letztere behandeln das Thema Sexualität und Verhütung ganz praktisch. Franke arbeitet mit lustigen Zeichnungen, die alltägliche Situationen zeigen und die Frage klären soll, ob ein Risiko für eine Ansteckung mit dem HI-Virus besteht. Schnell zeigt sich: Das Schwitzen in der Sauna ist ungefährlich, die Blutsbrüderschaft hingegen nicht zu empfehlen. Und auch der Zahnarzt berge, wenn er mit Mundschutz und Handschuhe arbeitet, kein Risiko.
Schnell geht der junge Mann zum Thema geschützter Sex über - ein weites Feld für Sie und Ihn. Es geht um One-Night-Stands, die keinesfalls ohne Gummi geschehen sollten. Wenngleich: Ein Kondom könne platzen, wendet eine Schülerin ein. Im Folgenden erklärt Franke, was beim Kondom zu beachten sei. Unabhängig von Geschmacksrichtung und Ausstattung.
Schon beim Kauf sollte auf die Qualitätsnorm CE und das Haltbarkeitsdatum auf der Verpackung geachtet werden. Ein überlagertes Kondom könnte porös und somit unbrauchbar sein. Und damit es nicht vor Gebrauch beschädigt wird, sollte es nicht im Portemonnaie oder der Hosentasche verschwinden, rät der Mann von der Aidshilfe. Wenig später zeigt er an einem Holzpenis, wie der Überzieher zu handhaben ist und was nach dem Geschlechtsverkehr mit dem gebrauchten Verhüterli passieren sollte.
Still ist es im Raum, als es um Größen geht und ein Maßband, mit dem selbige ermittelt werden kann. Die Botschaften der Aidshilfe sind eindeutig: Beim Sex geht es auch um Verantwortung für den Partner. Und natürlich sollen sich die Jugendlichen sicher dabei fühlen. "Ihr seid da nicht auf die Männer angewiesen",richtet sich Franke an die Mädchen in der Runde. Denn wenn er partout kein Kondom benutzen will oder kann, gibt es auch für sie Alternativen, das Femidom beispielsweise.
Statistisch betrachtet benutzen die meisten Jugendlichen beim ersten Mal ein Kondom. Da kommt der praktische Unterricht gerade recht. Als es zur Pause klingelt, ist die Runde ungewöhnlich still.

Quelle: LVZ vom 27.05.2011 Saskia Grätz


 

Die Turnhalle "Am Fortunapark" am Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land wird im Sommer fertig


Böhlen. Die Zeit drängt. Ende Juli, spätestens aber zum Schuljahresbeginn am 22. August soll die neue Sporthalle des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land (BSZ) in Böhlen fertig sein. Ein machbares Ziel, wurde bei einem gestrigen Vororttermin mit den Verantwortlichen vom Landkreis - Bauherr des Vorhabens - und involvierten Firmen deutlich."Wir müssen uns mächtig beeilen", sagte Klaus-Jürgen Linke, Erster Beigeordneter im Landkreis Leipzig. Denn die Mittel aus dem Konjunkturpaket II müssen bis Jahresende abgerechnet sein. Ein entsprechendes (Mahn)-schreiben der Sächsischen Aufbaubank (SAB) sei gerade eingetroffen.Wegen des Bauverzugs, der vor allem winterbedingt eintrat (die LVZ berichtete), wurde zwischenzeitlich Vorsorge getroffen. "Wir haben einen Antrag auf Verlängerung der Bauzeit gestellt", erläuterte Roland Dathe, Sachgebietsleiter Hochbau- und Liegenschaften im Kreis. Die Antwort der SAB stehe noch aus.
Beim Rundgang über die Baustelle zeigte sich schnell, dass noch einiges zu tun bleibt. Der Estrichleger, der am 16.Mai anfangen sollte, beginnt erst heute, erläutert Bauleiter Thomas Seifert. Eine Folge des geänderten Ablaufplanes, der mit den Aufträgen dieser Firma nicht in Einklang zu bringen war und Nachverhandlungen bedurfte. Bei Kosten und Volumen gebe es keine größeren Abweichungen, so Dathe. Im Inneren der Halle gehen die Arbeiten gut voran. Der Schallschutz an den Wänden ist angebracht, ebenso die Anzeigetafel. Oben auf der Galerie wird es "ein Lümmelbrett" für die Zuschauer geben. Eine trotz intensiver Sonne angenehme Temperatur belegt, dass die Dämmung der Halle bereits wirkt. Ein paar Glasfenster sorgen für natürliches Licht. Sukzessive wird in den nächsten Tagen der Hallenboden aufgebaut.
Die Zweifelderhalle wird behindertengerecht ausgestattet - mit einer Toilette und einer Rampe im Eingangsbereich. Sie wird nach Angaben des Kreiseswettkampftauglich sein, sodass der geringe Flächenverlust der Außenanlage zu verschmerzen ist. Auch der Name für die von vielen ersehnte Halle ist bereits gefunden: Sporthalle Am Fortunapark - in Anlehnung eines früheren Vergnügungsparks.
Auf der anderen Seite des Berufsschulgeländes läuft unterdessen der Abbruch eines Altbaus. Ein Flachbau wurde bereits entfernt. Das nochstehendezweigeschossige Gebäude, das momentan noch mit dem Schulhaus verbunden ist, wird ebenfalls bald weichen. In der 24. Kalenderwoche falle das Haus. "Dabei sollte nichts kaputt gehen", sagte Felix Reuschel, Architekt der S&P Sahlmann Planungsgesellschaft für Bauwesen. Nach den Vorstellungen des Landkreises könnte der Ersatzneubau ab 1. August beginnen. Die Ausschreibung gehe in den nächsten Tagen raus. Zumindest auf dem Papier gelöst ist eine Lösung für die momentan angespannte Parksituation am BSZ gefunden. Neben den 52 Parkplätzen, die am Neubau entstehen - die vorgeschriebene Minimalvariante - , sind weitere 75 auf einem von der Stadt Böhlen angebotenen Grundstück hinter der Turnhalle geplant. Dafür müssen 150000 Euro Eigenmittel des Kreises aufgebracht werden, da die Errichtung von Parkplätzen nicht förderfähig ist, so Dathe. Dass die wilde Parkerei aufhört, liegt im Interesse aller. "Es gibt jede Woche Beschwerden", sagte BSZ-Leiter Jörg Großkopf.

Quelle LVZ vom 26.05.2011 Saskia Grätz

 


 

Altbau weicht Stück für Stück


Erst wurde vorbereitet, jetzt geht es ganz schnell: Der Abriss des Altbaus des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land in Böhlen kommt gut voran. Die Mitarbeiter der Abbruchfirma Sippel und Sohn aus Aue walten ihres Auftrages. Stück für Stück weicht das alte Gebäude, das zuletzt nicht mehr für den Schulbetrieb genutzt wurde. Nach einem Beschluss des Kreistages entsteht an gleicher Stelle ein Neubau, der sich an das vorhandene Gebäude anfügen wird. Der Kreis investiert rund 5,5 Millionen Euro in das Vorhaben.

 

Die Technik der Abbruchfirma hat Tatsachen geschaffen: Vom Altbau des Beruflichen Schulzentrums bleibt nur Bauschutt übrig. Foto: Günther Hunger

weitere Bilder (werden ständig aktualisiert) gibt es hier zu sehen: klick

Quelle Leipziger Volkszeitung vom 19.04.2011: Saskia Grätz


 

Engere Bande für eine Perspektive

Kooperationsvereinbarung zwischen dem Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land und der Mittelschule Kitzscher

Schüler aus der Region sollen in der Heimat auch eine berufliche Perspektive haben. Um einer möglichen Abwanderung junger Leute zuvorzukommen, werden die Mittelschule Kitzscher und das Berufliche Schulzentrum Leipziger Land (BSZ) künftig noch enger zusammenarbeiten. Am Mittwoch schlossen die Chefs beider Einrichtungen eine Kooperationsvereinbarung. Seit Jahren gibt es einen solchen Vertrag mit dem Beruflichen Gymnasium in Espenhain, wo Mittelschüler mit gutem
Abschluss die Möglichkeit haben, ein Abitur zu machen. Rege Kontaktpflege gehört zur Kooperation, die zum Beispiel auch gegenseitige Besuche vorsieht, erläutert Gymnasiumschef Norbert Peyker. Ab 2013 werden, wie berichtet, die Außenstellen des Beruflichen Schulzentrums in Borna, Markkleeberg, Espenhain und Regis-Breitingen aufgelöst und zentral im Stammhaus in Böhlen integriert. Und so muss auch die bereits bestehende Zusammenarbeit erweitert werden.

Dazu gehört natürlich eine umfassende Information. Es werden Exkursionen der Lehrer zum BSZ geben, kündigt Mittelschulleiter Rainer Reichenbach an. Denn um den Schülern einen optimalen Übergang für eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen, muss klar sein, was es für Möglichkeiten gibt. Es wird eine Informationsveranstaltung geben über Aufnahmebedingungen an der Berufsschule. Die Angebote des Beruflichen Gymnasiums werden vorgestellt – Bereiche wie Wirtschaft, Technik, Biotechnologie sowie Gesundheit und Soziales vertieft. Geplant sind darüber hinaus ein Schnuppertag für die Neuntklässler im BSZ. „Das Gros der Schüler möchte in der Region bleiben“, weiß Rainer Zornemann, der sich seit vielen Jahren an der Mittelschule um die Berufsorientierung kümmert, die mit Betriebsexkursionen schon ab Klasse 7 beginnt. Und: Je konkreter die Einblicke in die verschiedenen Berufsfelder ausfallen, desto leichter falle den jungen Leuten die Entscheidung für einen Beruf. Seit 2002 suchte die Mittelschule daher den engen Kontakt zur Wirtschaft und vereinbarte eine Zusammenarbeit mit Unternehmen und Schulen. Die jetzt geschlossene Vereinbarung mit dem BSZ Leipziger Land ist die achte Kooperationsvereinbarung. Der Leiter des BSZ Jörg Großkopf betrachtet das Projekt „als Werbung für die Region, damit die jungen Leute hier bleiben“. Die Qualität stimme, gute Leute würden hier gebraucht. Dass sich beide Vertragspartner auch beim Tag der offenen Tür im BSZ in Böhlen (2.November) und in der Mittelschule Kitzscher (Januar 2012) begegnen, wurde ebenfalls mit vereinbart.

Haben die Zusammenarbeit besiegelt: Jörg Großkopf, Leiter des BSZ Leipziger Land (4.v.r.)
und Mittelschulleiter Rainer Reichenbach (3.v.r.). Foto: Günther Hunger

Quelle Leipziger Volkszeitung vom 23.04.2011: Saskia Grätz


 

Lernen auf der Baustelle

Berufliches Schulzentrum: Verzögerung beim Sporthallenbau / Abriss des Altbaus ab 2. Mai

Böhlen. Am 2. Mai beginnen auf dem Gelände des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land (BSZ) in Böhlen die Abrissarbeiten des Altbaus. Das Gebäude weicht einem modernen Neubau, der nahtlos an das vorhandene Schulhaus angebunden wird. Circa 5,5 Millionen Euro fließen in die Baumaßnahme des Landkreises. Erhebliche Verzögerungen gibt es hingegen beim Bau der Sporthalle, die nicht wie geplant diesen Monat fertig wird.

Petrus war offensichtlich kein großer Sportfreund. Denn mit dem frühen Wintereinbruch im November vorigen Jahres geriet die gesamte Bauplanung für den Turnhallenbau ins Stocken. Das angestrebte Ziel, die Bauhülle noch mit dem Dach zu versehen und vor dem Winter dicht zu bekommen, sei misslungen. "Wir konnten zwei Monate gar nichts machen", sagt Rolf Löcher, Leiter des Straßen- und Hochbauamtes des Landkreises. Und so müssen die Innenarbeiten, die eigentlich für die kalte Jahreszeit geplant waren, noch erledigt werden. Einen konkreten Termin für die Fertigstellung gibt es noch nicht, Ende Juli könne es wohl werden. "Mit Beginn des neuen Schuljahres soll die Turnhalle auf jeden Fall genutzt werden", sagt Löcher.
Nur ein paar hundert Meter weiter werden am 2. Mai die Abrissbagger in Aktion treten. Circa vier bis sechs Wochen soll der Abriss des alten Schulgebäudes dauern. Knapp 100 000 Euro sind für den Auftrag vorgesehen. Eine Sanierung dieses maroden Altbaus hatte sich nach intensiver Prüfung als nicht wirtschaftlich erwiesen. Und so beschloss der Kreistag den Abbruch und einen Ersatzneubau (die LVZ berichtete). Rund 5,5 Millionen Euro sind dafür an Gesamtkosten veranschlagt. 80 Prozent der förderfähigen Kosten werden für das Projekt gefördert. Der Freistaat stellt knapp 4,1 Millionen Euro zur Verfügung, der Rest finanziert sich aus Eigenmitteln des Landkreises.
Nach den derzeitigen Planungen könnten laut Löcher die noch zu vergebenden Rohbauarbeiten Anfang Juli beginnen. Ende Juli könnte dann Grundsteinlegung sein. Und zumindest auf dem Papier steht fest, wann der Bau fertiggestellt sein soll: im Februar oder März 2013.
Im dreigeschossigen Neubau werden 17 Klassenräume entstehen, Fachräume für Physik, Chemie, Biologie und Biotechnologie, vier Informatikräume, Bereiche für Ernährung, Hauswirtschaft und Sozialassistenz sowie ein Bereich für die Lehrer.
Mit der Fertigstellung des Komplexes werden die Außenstellen des Beruflichen Schulzentrums in Borna, Espenhain, Markkleeberg und Regis-Breitingen aufgehoben. Dadurch entfallen Mietkosten, die den Mehrbedarf am Standort Böhlen kompensieren. Rund 1000 Schüler und 70 Lehrer lernen und lehren dann in Böhlen.
Problematisch gestaltet sich momentan die Parksituation am Haus. Etliche der Berufsschüler, die von außerhalb kommen, stellen ihr Auto irgendwo in kleinen Seitenstraßen ab und ziehen sich damit den Unmut der Anwohner zu. Oder sie parken vor Supermärkten und Läden, was den Ärger der jeweiligen Handelsketten nach sich zieht. Problem: Der vormals genutzte Platz vor dem ehemaligen Edeka ist mittlerweile in Privatbesitz und eingezäunt, der vorhandene Parkplatz des BSZ durch den Turnhallenbau gesperrt. "Es gibt Gespräche mit der Bürgermeisterin, um eine Lösung für die Situation zu finden", sagte BSZ-Chef Jörg Großkopf gestern auf Anfrage.

Auf dem Papier ist der Ersatzneubau am Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land in Böhlen bereits fertig. Die Zeichnung der S & P Planungsgesellschaft für Bauwesen mbH Leipzig verdeutlicht, dass sich der Neubau gut an den vorhandenen Schulkomplex anpasst.

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 06.04.2011, Saskia Grätz


 

Millionenspritze vor dem Fest

Borna/Böhlen (fp). Gestern habe der Landkreis vom Freistaat ein „besonderes Weihnachtsgeschenk“ erhalten, informierte Landratsamt-Sprecherin Brigitte Laux. Denn der Zuwendungsbescheid für den vierten und damit letzten Bauabschnitt des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) Leipziger Land in Böhlen flatterte der Kreisbehörde ins Haus. Mit dem Fördergeld steht nun dem Abriss des alten und dem Bau eines neuen Schulgebäudes nichts mehr im Wege. Wie berichtet, war dem Landkreis im Sommer die Millionenspritze für den sogenannten Ersatzneubau aufgrund der Finanzlage zunächst versagt worden. Die Sächsische Aufbaubank und die Oberfinanzdirektion Chemnitz hätten 5,1 der beantragen Bausumme von 5,6 Millionen Euro anerkannt, von denen 80 Prozent gefördert würden. Damit erhalte der Landkreis etwa 4,1 Millionen Euro, informierte Laux weiter. Die erforderlichen Eigenmittel seien vorhanden. Der Freistaat stelle für 2010 rund 2,4 Millionen, für 2011 etwa 610 000 und für 2012 den Rest von etwa 1,1 Millionen Euro zur Verfügung. Laut dem Finanzbeigeordneten Klaus-Jürgen Linke werde bei der Förderstelle nun unverzüglich beantragt, die Mittel für 2010 ins neue Jahr zu übertragen. Mit der Schulleitung sei abgestimmt, im Februar mit dem Abriss des Altbaus zu beginnen. Die Oberfinanzdirektion habe bestätigt, dass der Ersatzneubau kostengünstiger sei als die Sanierung des vorhandenen Gebäudes. Laut Linke soll die neue Schule ab dem Schuljahr 2012/13 nutzbar sein. Gleichzeitig wären dann die derzeitigen Außenstellen in Borna, Espenhain und Regis-Breitingen entbehrlich.

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 18.12.2010, Frank Prenzel

Anmerkung SL: "Zu diesem Zeitpunkt wird ebenso die noch in Markkleeberg existierende Außenstelle integriert, in der das biotechnolgische Gymnasium beschult wird."

 


 

„Alkohölle“ in der Berufsschule

Theaterleute aus dem Ruhrpott sprechen ein gesellschaftliches Problem an Böhlen.

Das Theaterstück von Beate Albrecht sorgte zumindest zeitweise für ungewöhnliche Stille. „Alkohölle“ thematisiert Alkoholmissbrauch – auf eine ganz drastische und schonungslose Weise. Das Berufliche Schulzentrum Leipziger Land hatte die Schauspieler von „Theaterspiel“, eine Truppe aus Witten im Ruhrpott, nach Böhlen eingeladen. Das Gesundheitsamt des Landkreises finanzierte diese Präventionsveranstaltung. Lohnende anderthalb Stunden, die so manchen zum Nachdenken anregten. Lena (Jessie Jannig), süße 19, ist die Hauptfigur des Stücks. Sie feiert gern, trinkt viel und ist nach einem Partywochenende alles andere als gut drauf. Und so kommt es im Büro der Tante, wo sie ein Praktikum absolviert, zu heftigen Auseinandersetzungen... Es gibt Regeln, die auch für sie gelten, macht ihr die Tante unmissverständlich klar. Aber nicht nur das. Es geht um einen neuen Auftrag einer Spirituosenfirma, die ein neues Mixgetränk der Superlative bewerben will. Ein Auftrag, den Lena toll findet, die Tante indes ablehnen will. Die leidvolle Geschichte, die dahinter steht, klagt den mitunter verhängnisvoll endenden Alkoholmissbrauch an. Eine bittere Wahrheit, mit der Lena plötzlich zu kämpfen hat. Weil ihr Vater, von dem sie so gut wie nichts weiß, bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Selbst verschuldet. Er war mit 3,5 Promille gegen einen Baum gefahren und hatte einen anderen Menschen getötet... Eine Geschichte, die sich wirklich zugetragen haben könnte. „Wir arbeiten
mit trockenen Alkoholikern zusammen“, berichtet die Autorin Beate Albrecht. Mehr als 600mal sei das Stück mittlerweile aufgeführt worden: im Theater, in Suchteinrichtungen, Schulen. Alkoholmissbrauch ist ein gesellschaftliches Phänomen. Zu den Akteuren auf der Bühne gehört Wolfgang Pätsch, der seit mehr als 16 Jahren trockener Alkoholiker ist. Er redet offen über seine Krankheit, die harmlos angefangen habe: Mit 14, 15 Jahren sei er schüchtern gewesen, „ich hatte Angst, Mädchen anzusprechen.“ Mit einem Bier sei es besser gegangen. Jahre später war seine Sucht ausgeprägt: Er verlor die Familie, der Arbeitgeber drohte mit Kündigung.
Wolfgang hörte schließlich auf, machte Entzug. „Es ist niemand zu schaden gekommen“, resümiert der heute 57-Jährige dankbar und sagt, dass sein Leben heute – ohne Alkohol – besser sei. Das Publikum, vorwiegend Schüler, die ein berufsvorbereitendes Jahr absolvieren, quittiert das authentische Stück mit viel Beifall. „Wie kann ich einem Kumpel helfen, der viel zu viel trinkt? Was kann ich bei meinen Eltern tun?“, kommen die ersten zögerlichen Fragen der Zuschauer. Ansprechen statt totschweigen helfe schon, heißt die Botschaft der Theaterleute an die Jugendlichen. Sie nutzen die Gunst der Stunde, um über die Gefahr zu informieren, die der tägliche Missbrauch von Alkohol mit sich bringt, nennen Zahlen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu unbedenklichen Mengen. Und fordern sie auf, ihr eigenes Tun zu überdenken. „Wenn ihr ohne Alkohol keine Party feiern könnt, wird es kritisch“, sagt Albrecht.

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 27.10.2010, Saskia Grätz

 


 

Das Ende einer Nullnummer

Das Ende einer Nullnummer: Der Stadtrat von Böhlen schaffte jetzt eine Kuriosität aus der Welt. Gegenstand der außergewöhnlichen Angelegenheit war das Stammhaus des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land (BSZ) in Böhlen. Der wahrlich nicht zu übersehende Komplex - momentan Anlaufpunkt für 1007 Schüler und Arbeitsstätte für 70 Lehrer - firmierte bislang ohne korrekte Anschrift. Genauer gesagt fehlte der in der Röthaer Straße gelegenen Bildungsstätte die Hausnummer. "Uns hat das immer gestört", sagte der amtierende Schulleiter Jörg Großkopf. Der nummernlose Zustand sei für Auswärtige ein großes Problem. "Bei Fortbildungen führt das immer wieder zu Irritationen", erläuterte der Chef des Hauses in der jüngsten Stadtratssitzung. Seine Standardantwort für Besucher in derlei Fällen: "Sie sehen uns, aber wir haben keine Nummer."
Weshalb eine solche Zahl nicht vergeben worden sei, vermochte selbst Böhlens Bürgermeisterin Maria Gangloff nicht sicher zu sagen. Tatsache ist: Das alte Schulgebäude liegt auf Röthaer Gemarkung, sodass durch die Stadt Böhlen gar keine Hausnummer zugeteilt werden konnte. Nach Aussage früherer Mitarbeiter der Stadtverwaltung Böhlen wurde dem Gebäude durch die Stadt Rötha die Adresse Böhlener Straße 19 zugewiesen. Der moderne Erweiterungsbau des BSZ steht hingegen auf Gauliser Flur, ebenso die momentan entstehende Sporthalle. Die Berufsschule verwendete bislang folglich die Anschrift "Röthaer Straße" - geografisch korrekt, freilich ohne Nummer.
Vom Kultusamt des Landkreises kam im Oktober der Antrag, dem BSZ die Hausnummer 1 in der Gauliser Straße zuzuteilen. Denn große Teile des Gebäudes stehen auf der Gauliser Straße - der Verlängerung der Röthaer Straße. Die Nummer 1 zu sein, ist schließlich kein schlechtes Omen. Obendrein war die fragliche Ziffer nicht vergeben. Die Stadträte entschieden sich indes anders: Sie beließen es bei der bewährten Röthaer Straße und vergaben die Nummer 44. Eine gut zu merkende Schnapszahl und allemal besser als die ewig nervende Nullnummer.

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 01.12.2010 (Saskia Grätz)


 


Richtkranz für die Turnhalle

Neubau am Beruflichen Schulzentrum in Böhlen kommt gut voran / Freistaat sagt Förderung des Anbaus zu

Auch wenn das nasse Wetter zum Abgewöhnen war und die offiziellen Worte knapper als üblich ausfielen: "Wir haben zwei Anlässe, um ordentlich zu feiern", sagte Landrat Gerhard Gey (CDU) gestern Vormittag beim Richtfest für die Zweifeldersporthalle des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land (BSZ) in Böhlen. Das zuständige Ministerium in Dresden habe ihm am Morgen telefonisch zugesagt, dass die Förderung für den geplanten Anbau des BSZ noch in diesem Jahr kommen wird. Nur die Höhe stehe noch nicht fest und werde momentan errechnet. Wie berichtet, war die Förderung im Zuge aktueller Spardebatten des Freistaats fraglich geworden.

Der zweite Grund zum Feiern - der Turnhallenbau für die Berufsschüler des Stammhauses Böhlen - nimmt bereits sehr klare Konturen an. "Bisher ist alles sehr gut und sehr schnell gelaufen", lobte der Landrat und dankte insbesondere den beteiligten Baufirmen. Bauleistungen für 1,9 Millionen Euro wurden bisher für das zu 80 Prozent geförderte Vorhaben beauftragt. Insgesamt ist eine Investition von 3,14 Millionen Euro vorgesehen.Die Halle wird sich an die Konstruktion des vorhandenen Schulkomplexes anpassen und in Montagebauweise aus Leichtbetonwandplatten und Stahlbetonstützen errichtet. Der Eingang und der obere Bereich werden mit einer Aluminium-Glas-Fassade versehen.
Auch Bauleiter Frank Kindlein von der Firma Hoch- und Tiefbau Rochlitz ist mit dem bisherigen Verlauf auf der Baustelle zufrieden, auf der erst vor acht Wochen der Grundstein gelegt wurde. "Wir hatten lange mit dem Baugrund zu kämpfen. Nächste Woche kommt bereits das Dach", resümierte er. Das erklärte Ziel: Noch vor dem ersten Schnee soll das Gebäude dicht sein. Dann könne der Innenausbau über die Wintermonate erfolgen. Und so bleibt die Hoffnung der Männer, dass sich Petrus mit dem ersten Frost noch ein bisschen Zeit lässt.
Der Neubau werde von sächsischen Firmen errichtet, betonte der Landrat und wünschte gutes Gelingen und ein unfallfreies Bauen. Ein Dank war auch dem Schulleiter des BSZ, Jörg Großkopf, wichtig. Es gebe viele sportliche Ambitionen im Haus, die künftig realisiert werden könnten. Bislang müssen Lehrer und Schüler die Sporthalle am Freibad in Böhlen nutzen. Die Halle, eine Maßnahme des Konjunkturpakets II, soll im April 2011 fertig sein.
Ein Titel der Rolling Stones wäre zur Einweihung angemessen, meinte Gey und verhehlte nicht, dass er den gestern von L.E. Brass vorgetragenen Beatles-Titel "Lady Madonna" für steigerungsfähig hält.

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 19.11.2010 (Saskia Grätz)

Bild: T.Reck (BSZ)


 


Unterrichtsmaterial aus Norwegen

Köche im dritten Ausbildungsjahr der Berufsschule in Regis-Breitingen gewinnen Lachs und Kabeljau

Regis-Breitingen. Die Köche unter den Berufsschülern in der BSZ-Außenstelle Regis-Breitingen hatten diese Woche Fisch auf der Speisekarte. Die Einrichtung hatte sich erfolgreich an der Sponsoringaktion „1000 Fische“ der Unternehmen Seafood aus Norwegen und Deutsche See beteiligt und 30 Kilogramm Fisch zur Verfügung gestellt bekommen. Mit der Aktion soll Berufsschülern die Möglichkeit gegeben werden, mit wertvoller Rohware zu arbeiten, die in Ausbildungsbetrieben eher selten als Unterrichtsmaterial eingesetzt werden.
Seafood und Deutsche See forderten Berufsschulen auf, sich mit zwei leckeren Fischgerichten an der Aktion „1000 Fische“ zu bewerben. Was mit frischem Lachs und Kabeljau passieren sollte, der aus einem Kontingent einer norwegischen Aquakultur stammt und per Kühlwagen an die Pleiße geliefert wurde, hat die Sponsoren dann auch überzeugt: Nach fachmännischer Bearbeitung durch die angehenden Köche im dritten Ausbildungsjahr wurde daraus gebratenes Lachsfilet auf Linsengemüse und Kabeljaufilet an Sauerampfer mit glasierten Möhrchen und Bandnudeln. So lecker wie’s klingt, war’s dann auch. „Das Ergebnis konnte sich sehen lassen“, lobte Fachleiterin Christine Junghanns die Arbeit der Klasse vonFachlehrerin Kerstin Köster.Für die Schule ist die Fischaktion nicht nur eine kulinarische Abwechslung,sondern auch eine finanzielle Erleichterung.Für die angelieferte Ware würden gut und gern mehrere hundert Euro fällig – kaum zu leisten. Trotzdem ist der Umgang mit Fisch eine wesentliche Anforderung an die künftigen Köche. Sie kommen in jeder Prüfung vor und stellen einen hohen Schwierigkeitsgrad dar. Junghanns: „Die Aktion war bestens geeignet, die Fertigkeiten unserer Lehrlinge beim Arbeiten mit Fisch zu vertiefen.“ Die Praxis der Fischküche erlebten die auszubildenden Köche in der Regiser Außenstelle des Berufsschulzentrums Leipziger Land von Anfang bis Ende. Fachgerechtes Ausnehmen der Tiere, richtiges Filetieren und schließlich die Zubereitung der Meerestiere. Selbst die grünen Bandnudeln kamen nicht aus der Tüte, sondern wurden „von Hand“ gefertigt

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 20.11.2010 (Thomas Lieb)


 


Mittelschüler informieren sich

Achtklässler besuchen Berufsschulzentrum Leipziger Land in Böhlen

Böhlen (cb). Die Klasse 8H der Mittelschule Böhlen besuchte das Berufsschulzentrum Leipziger Land in Böhlen, um sich ausführlich über die Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Ein Lehrer der Schule begrüßte die Schüler und begleitete sie auf dem fast dreistündigen Rundgang durch alle Bereiche der Ausbildung. Jeder Schüler hatte einen Fragenkatalog, den es zu beantworten galt. Auch viele Handwerksbetriebe nutzten an diesem Tag die Gelegenheit, sich den Schülern zu präsentieren und um Lehrlinge zu werben. Jeder Schüler, der seinen ausgefüllten Zettel in der Küche abgab, nahm an der Verlosung von Praktikumsplätzen und kleinen Preisen teil. Als kleines Dankeschön erhielten alle einen Snack. „Die Schüler der Klasse 8H sind einhellig der Meinung, dass sich der Besuch in der Einrichtung sehr gelohnt hat und empfehlen das gerne weiter“, teilte Klassenleiterin Maritta Jelinski mit.
Schüler der Mittelschule Böhlen waren zu Gast im Berufsschulzentrum Leipziger Land in Böhlen.

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 11.11.2010 (C. Braun)

 

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