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  Studienfahrt nach Berlin

Endlich!

Nach mehrfacher Verschiebung war es jetzt so weit: Es ging für die Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen
Gymnasiums nach Berlin. Das Programm der 32 Schülerinnen und Schüler und der begleitenden
Tutorinnen hatte es in sich. Am Montag, dem 04.07.22 startete der Bus pünktlich 7:30 Uhr in Böhlen,
denn bereits 10:30 Uhr wurden wir im Deutschen Bundestag erwartet. Nach dem Vortrag auf der
Besuchertribüne und dem Besuch der Kuppel ging es zur Stärkung ans Brandenburger Tor, da für den
Nachmittag noch ein Abgeordnetengespräch mit Dr. Paula Piechotta (Grüne) geplant war. Viel
Wissenswertes zum Werdegang der Politikerin, der Arbeit in den Ausschüssen und konkreten
politischen Maßnahmen für die Region Leipzig konnte in Erfahrung gebracht werden.


Der zweite Tag begann mit einer großen Stadtrundfahrt, bei der nicht nur ein Gesamteindruck von
der Hauptstadt gewonnen werden konnte, sondern auch die Entwicklung seit der Industrialisierung
erläutert wurde. Nachmittags folgten der individuelle Rundgang im Jüdischen Museum sowie der
Besuch im Deutschen Dom, wo sich die angehenden Abiturienten als Redner im Parlament
ausprobieren konnten.


Thematisch ganz anders war der Mittwoch, denn es ging zuerst in die Militärstadt Zossen. Das
Gelände, seine Nutzung in verschiedenen politischen Systemen und der Besuch eines Bunkers waren
sehr spannend. Nach der Vergangenheit folgte quasi die Zukunft mit dem Besuch des
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Welche Maßnahmen
Deutschland ergreift, um die globalen Probleme der Menschheit zu lösen, wurde an konkreten
Projekten verdeutlicht.


Der Donnerstag griff nochmals die Zeit des Nationalsozialismus auf. Im Dokumentationszentrum
„Topographie des Terrors“ sollten aus der Perspektive von Tätern, Opfern oder Mitläufern die
vielfältigen Materialien eigenständig bearbeitet werden. Voller neuer Eindrücke, aber auch mächtig
geschafft wurde nach Böhlen zurückgekehrt.


Für die Schülerinnen und Schüler war es nach zwei Jahren mit viel Selbststudium und
Onlineunterricht, ohne außerschulische Lernorte oder Klassenfahrten, eine aufregende Erfahrung.
Ohne das große Engagement, aber auch die Hartnäckigkeit und Kompromissbereitschaft aller
Beteiligten wäre diese Studienfahrt nicht möglich gewesen. Vielleicht ist dieses Miteinander die
Besonderheit, die das BSZ Leipziger Land auszeichnet.  


(S. Rupprich)

 

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