Um sich dieser Tatsache bewusst zu werden, besuchten die angehenden Krankenpflegehelfer der KPH24 gemeinsam mit Frau Henke und Frau Schöneboom am 21.1. das Hospiz Advena in Leipzig.

Das Ziel war es, die Lernenden zum Thema Sterben und Tod zu sensibilisieren. Vor Ort empfing uns die Leiterin Julia Bodendieck und berichtete viel über den Arbeitsalltag im Hospiz. Dadurch konnten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Arbeitsalltag im Krankenhaus oder Pflegeheim festgestellt werden. Wir lernten viel Neues: Den Aufenthalt im Hospiz muss die Krankenkasse nach Antrag eines Arztes bewilligen, die Krankenkasse übernimmt 95 Prozent der Kosten, die restlichen 5 Prozent sind Spendenbasis (ca. 130.000 Euro muss das Hospiz jährlich über Spenden einnehmen, um weiter zu bestehen), die durchschnittliche Verweilzeit im Hospiz ist 28 Tage, der jüngste Patient war 28 Jahre alt. Die Atmosphäre war sehr gemütlich und wohnlich, was uns überraschte. Von der Tatsache, dass im Haus unten eine Kita ist und die Kinder einmal im Monat zu den Patienten kommen und sie gemeinsam Zeit verbringen, waren wir alle nachhaltig begeistert.

Insgesamt sind wir über die Exkursion (organisiert von Frau Schubert) sehr dankbar. Als Ausdruck der Wertschätzung hat die Klasse Geld gesammelt, von dem Wünsche und Bedarfe der Mitarbeitenden erfüllt wurden: Handseife, Feuchttücher und Süßigkeiten. Weitere 15 Euro gingen in die Kaffeekasse.

Text und Fotos: D. Schöneboom